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Klosterkirche Uetersen : Erst Pärt, dann zweimal Mozart

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Berliner Messe, Krönungsmesse und die Aufforderung zum Jauchzen - Karten für den 3. Juli gibt es jetzt bei Lavorenz.

shz.de von
erstellt am 16.Jun.2016 | 17:00 Uhr

Uetersen | Arvo Pärt ist ein estnischer Komponist. Aus seiner Feder stammt die „Berliner Messe“ (Berlin Mass). In der deutschen Hauptstadt war der Musikschöpfer von 1981 bis 2008 zu Hause. Die „Berliner Messe“ entstand aus Anlass des 90. Deutschen Katholikentages in Berlin (1990) und war zunächst für Chor und Orgel erdacht worden. Erst 1997 folgte eine Bearbeitung für Chor und Streichorchester.

Pärt strebt in seiner Musik, die zum großen Teil religiös motiviert ist, nach einem „Ideal der Einfachheit“. Dieses Ideal ist seiner Ansicht nach geeignet, die spirituelle Botschaft zu unterstützen. Der Komponist entwickelte darüber seinen eigenen Musikstil, den er „das Klingeln der Glocken“ nennt. Dabei bestimmen leicht zugängliche Harmonien seine auch rhythmisch bewusst schlicht gehaltenen Kompositionen. „Ich habe entdeckt, dass es genügt, wenn ein einziger Ton schön gespielt wird. Dieser Ton, die Stille oder das Schweigen beruhigen mich…“ sagte er einmal.

Die „Berliner Messe“ bildet den Auftakt eines kirchenmusikalischen Konzerts, das am 3. Juli von 17 Uhr an für Aufmerksamkeit sorgen möchte. Beteiligt sind die Kantorei der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde „Am Kloster“, das Elbipolis Barockorchester sowie Solisten für die vier traditionellen Stimmlagen Sopran, Alt, Tenor und Bass.

Zum Einsatz kommen alle Mitwirkenden dann im zweiten Teil des Konzertes, das unter dem Dirigat von Kantor Eberhard Kneifel steht. Zur Aufführung gebracht wird nämlich auch Mozarts Krönungsmesse. Der Salzburger Komponist hatte sie 1779 vollendet. Wofür oder für wen genau, bleibt bis heute unklar.

Komponiert wurde die Messe in strahlendem C-Dur, nachdem Mozart Hoforganist geworden war. Diese Stellung verpflichtete ihn nämlich zur Komposition von Kirchenmusik. Der Aufbau des Werks ist (wie auch die „Berliner Messe“ von Pärt) typisch: Dem Kyrie folgen die Elemente Gloria, Credo, Sanctus, Bendictus und Agnus Dei.

Ausflüge in die „Welt der Oper“ sind ganz offensichtlich von Mozart beabsichtigt gewesen. Vertrautes findet sich zum Beispiel im Kyrie wieder: Anklänge aus der Felsenarie aus „Così fan tutte“ (So machen es alle…). Und im Agnus Dei erklingt das Thema der Arie „Dove son i bei momenti“ (Wo sind die schönen Momente ) aus dem „Figaro“.

Das Konzert endet mit Mozarts „Exsultate, jubilate“, einer Aufforderung zum Jauchzen und Jubeln und wurde (vermutlich daher) für expressive Sopranstimme und Orchester komponiert (1773). Es gibt bereits Karten für das Konzert. Sie kosten 20 Euro und können in der Buchhandlung Lavorenz für 20 Euro (15 Euro) erworben werden. Restkarten, sofern vorhanden, werden an der Abendkasse verkauft. Es gibt nummerierte Plätze. Die Solisten des Abends sind Hanna Zumsande (Sopran), Nicola Dellabona (Alt), Michael Connaire (Tenor) und Konstantin Heintel (Bass).
 

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