Hobbygärtner und Selbstversorger : Ernteglück am Moorreger Weg

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Herbstzeit ist Erntezeit: So auch im 1600 Quadratmeter großen Blumen- und Gemüsegarten des Ehepaares Holstein am Moorreger Weg. Hertha (73) und Heinz (77) Holstein gehören zu den mittlerweile nicht mehr häufig anzutreffenden Selbstversorgern mit Gemüse und Obst aus dem eigenen Garten. Auch in diesem Jahr sind die Kartoffeln, Tomaten, Bohnen, Erbsen, Möhren, Gurken, Pastinaken, Knollenfenchel, die vielen Küchenkräuter sowie das Ost an den Sträuchern und Bäumen unter dem „Grünen Daumen“ der beiden Hobbygärtner bestens gewachsen.

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12. Oktober 2012, 23:00 Uhr

Bei all der Arbeit im Gemüsegarten war die Entwicklung von Kürbispflanzen, die das Ehepaar Holstein aus Kürbiskernen der Ernte des vergangenen Jahres gezogen und im Frühjahr in der äußersten Ecke des Grundstücks unter Schneebeeren eingesetzt hatte, fast ein bisschen in Vergessenheit geraten. Und so staunten Hertha und Heinz Holstein jetzt nicht schlecht, als sie unter den Sträuchern einen „gold-gelben Riesen“ entdeckten. Insgesamt waren fünf Kürbisse gewachsen, ein Exemplar toppte jedoch alle bisher im Holstein-Garten geernteten Früchte. Nur mit vereinten Kräften ließ sich der Kürbisriese bergen. „Ich musste die Schubkarre hinlegen und den Kürbis seitlich hineinrollen“, berichtet Heinz Holstein.

Natürlich hat er das Prachtstück gewogen, auch wenn das kein leichtes Unterfangen auf einer Personenwaage war. 42 Kilogramm ist der Kürbis schwer. „Vielleicht hat ja jemand einen noch größeren Kürbis, aber alle, denen wir davon erzählt haben, staunten und freuten sich mit uns“, so Hertha Holstein. Sie wird nun aus dem „Riesen“ Kürbissuppe zubereiten und Fruchtfleisch süß-sauer einkochen. Auch in der Familie und unter Bekannten wollen die Holsteins etwas von ihrem Ernteglück abgeben. „Seit 20 Jahren ziehen wir von Kürbissamen Pflanzen. So einen großen Kürbis hatten wir aber noch nie“, betont das für seine Ernteerfolge bereits mehrfach prämierte Ehepaar. Es war 2005 gemeinsam mit dem Ehepaar Haack aus Ahrenlohe erster Preisträger des Tornescher Umweltpreises zum Thema „Gemüse anbauen und verarbeiten“ und wurde zweimal mit der Apfelsorte „Finkenwerder Herbstprinz“ bei den Uetersener Apfeltagen für den größten Apfel geehrt. „Der Apfelbaum ist bereits 60 Jahre alt und trägt jedes Jahr“, so Heinz Holstein. Auch Sonnenblumen gedeihen bei Holsteins offenbar besser als bei anderen. Denn auch bei einem Sonnenblumen-Wettbewerb des Gartencenters Neumann holte sich das Ehepaar den Sieg.

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