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Uetersener Nachrichten

21. Oktober 2017 | 09:07 Uhr

Landfrauen : Erkundungen in der Marsch

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Landfrauen aus Nordende und Umgebung haben während ihrer jüngsten Veranstaltung eine Erfahrung gemacht, die den Pedaleuren nicht unbekannt sein dürfte. „Der Wind, egal welche Richtung eingeschlagen wird, er kommt stets von vorn“, so Pressesprecherin Ulrike Rösch. Das Ziel der Radtour war die Haseldorfer Marsch.

shz.de von
erstellt am 13.Jun.2013 | 19:22 Uhr

Zunächst einmal ging es nach Haseldorf zur Bandreißer-Kate, wo Annegret Hamster und Maria Westphal die Landfrauen erwarteten. In zwei Gruppen aufgeteilt, tauchen sie in frühere Zeiten ab, lernen viel über das alte Handwerk der Bandreißer, wie beschwerlich es war und das die ganze Familie mit zupacken musste. Annegret Hamster spricht hier aus Erfahrungen, ihr Großvater war Bandreißer. Die Wohnverhältnisse waren noch weit von unserem heutigen „Luxus“ entfernt. „Strom, Heizung, Wasser, Bad, alles Fremdworte für die damaligen Zeit. Es ist hin und wieder einmal lehrreich und wohltuend, sich dieser Tatsache bewusst zu werden“, sagt Ulrike Rösch.

Anschließend radeln die Landfrauen weiter zur Kirche St. Gabriel. Sie gilt als bedeutendster spätromanischer Backsteinbau in den Elbmarschen. Annegret Hamster weiß auch hier viel Interessantes zu berichten, sei es nun über die Kirche als Bauwerk oder die Prinzen-Familie. „Ihr Wissen scheint schier endlos zu sein“, lobt Ulrike Rösch die ehemalige Vorsitzende der Landfrauen aus der Haseldorfer Marsch.

Der Gutspark, der die Anlage umgibt, weist einen artenreichen alten Baumbestand auf. Darin führt eine Allee von Norden kommend auf das Hauptgebäude zu. Im Osten des Parks, versteckt hinter hohen Bäumen, steht das 1884 erbaute Mausoleum. Dort befand sich früher eine Burg. Der Burggraben und ein Wall sind noch erhalten. Dann folgte ein Rundgang auf dem Wall mit Hinweisen auf die wunderschönen, teilweise seltenen Bäume und Pflanzen alles gespickt mit Anekdoten, die Annegret Hamster erzählte.

Danach hatten sich die Landfrauen eine Kaffeepause redlich verdient, die gibt es im „Hof Mühlenwurth“ bei Familie Schuldt, geleitet von einer Landfrau aus der Haseldorfer Marsch.

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