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Tag des Offenen Denkmals : Erinnerungen an das Abschiedshaus

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Seit nunmehr 20 Jahren wird jeweils am zweiten Sonntag im September im Kreis Pinneberg der „Tag des offenen Denkmals“ mit der Präsentation von besonderen Kulturdenkmalen begangen.

Auch die Kulturgemeinschaft Tornesch gehörte regelmäßig zu den Vereinen, die sich mit Veranstaltungen und Aktionen beteiligten und ist auch in diesem Jahr wieder mit von der Partie. Das bundesweite Motto des diesjährigen „Tages des offenen Denkmals“ lautet „Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale“. Das durchaus provokante Thema soll darauf aufmerksam machen, dass oft unterschiedliche Interessen von Bürgern, Eigentümern und Denkmalschützern bestehen und zum Nachdenken über die Fragen „Was ist wert erhalten zu werden und warum?“ oder „Was macht Denkmale unbequem und weshalb?“ anregen.

Auch in Tornesch sind diese Fragen in den vergangenen 20 Jahren immer wieder aufgetaucht. Mit dem Erhalt des Ostermannschen Hofes und seinem Zweiständer-Fachhallenhauses aus dem Jahr 1738 und seiner heutigen Nutzung als Heimathaus wurde ein positives Beispiel geschaffen. Mit dem Abriss des ehemaligen Abschiedshauses des Tornescher Hofes aus dem Jahr 1810 erst jüngst ein negatives Beispiel.

Am Sonntag, dem 8. September, dem „Tag des offenen Denkmals“ im Kreis Pinneberg, werden Mitglieder der Kulturgemeinschaft von 14 bis 16 Uhr auf dem Parkplatz an der Hamburger Straße neben dem Gelände, auf dem bis zum Frühjahr 2013 noch das reetgedeckte Abschiedshaus gestanden hat, an einem Stand Informationen zu dem Haus, das zur Keimzelle von Tornesch gehörte, geben.

An einer Stellwand werden Fotos vom Haus und den Abriss-Phasen zu sehen sein. Auch Unterlagen zur Geschichte des Hauses und den Bemühungen, es vor dem Abriss zu retten, liegen aus. Zudem werden zwei KIM-Künstler zum Thema passende Bilder präsentieren. Zu sehen sein werden auch der Inschriftbalken des Abschiedshauses und Teile der Paneelwand. Die Eigentümer des Hauses hatten der Kulturgemeinschaft diese „Zeugen der Geschichte“ zur Aufbewahrung überlassen. Die Teile werden im kommenden Jahr in die Einrichtung einer Café-Stube im Museum Mölln-Hof integriert. „Wir freuen uns auf viele Besucher unseres Standes“, so die Historikerin Annette Schlapkohl, Zweite Vorsitzende der Kulturgemeinschaft.

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erstellt am 30.Aug.2013 | 21:30 Uhr

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