Fußball : Erfolgreicher Kaltstart

3679641_800x690_51101500a1129.jpg
1 von 2

Überraschend fand das Nachholspiel der 1. Herren des TV Haseldorf beim SC Pinneberg am Sonntagnachmittag wie vorgesehen statt. „Im Herbst 2012 haben die Pinneberger das Spiel noch wegen drei Regentropfen abgesagt“, erinnerte sich TVH-Trainer Jörg Dalecki. Nun wurde an der Raa auf einem matschigen Grandplatz gespielt. Dort hatten die Haseldorfer in der ersten Halbzeit ein leichtes Übergewicht. Dies machte sich ab der 33. Minute auch im Ergebnis bemerkbar: Tief in der eigenen Spielfeldhälfte holte sich Wito Wegner den Ball, den er nach einem doppelten Doppelpass mit Robin Bhakdeeyut aus 18 Metern links mittig ins Tor jagte – ein so schön herausgespieltes Tor fällt in der Kreisliga nicht oft!

shz.de von
04. Februar 2013, 21:05 Uhr

„Nach dem 1:0 haben wir uns das Leben dann in den zehn Minuten bis zur Pause selbst schwer gemacht“, gab TVH-Trainer Jörg Dalecki zu. Nach dem Seitenwechsel bewahrte TVH-Torwart Joschua Heinsohn sein Team mit starken Paraden vor dem möglichen Ausgleich. Auf der Gegenseite hätten Wegner, der auch kämpferisch eine bärenstarke Leistung zeigte, Simon Thode und Lars Alexander Rose, dessen Schlenzer nach guter Wegner-Vorarbeit knapp am langen Eck vorbeiging, bei ihren Konterchancen den Sack bereits zumachen können. „Wir hätten die Partie eigentlich frühzeitig mit dem 2:0 und 3:0 für uns entscheiden müssen“, sagte Dalecki.

So blieb es bis zum Ende spannend und die Hausherren hatten mehrere Chancen zum Ausgleich, zielten aber entweder vorbei oder Heinsohn rettete gut. Und als der Keeper einmal geschlagen war, blockte Benjamin Pletz den Schuss von Andreas Daniel Wölfel, der aus fünf Metern das verwaiste Gehäuse anvisierte, noch ab (69.). Eine kuriose Szene gab es in der 67. Minute, als der Haseldorfer Joris Justin Lüchau an der Seitenlinie hart gegen Nico Krüger einstieg. Weil Schiedsrichter-Assistent Thomas Hübner (FC Elmshorn) keinen Freistoß für den SCP, sondern Einwurf für den TVH anzeigte, sagte Krüger „Bist du blind oder was?“ und zeigte ihm den Vogel. Hübner winkte Schiedsrichter Reiner Röschke (TSV Seestermüher Marsch) herbei und forderte ihn auf, Krüger die Rote Karte zu zeigen. „Was, Rot?“, entgegnete Röschke und zeigte, nachdem Hübner die Vergehen von Krügers geschildert hatte, nur Gelb – zur Verwunderung der TVH-Spieler, die ebenso fassungslos waren wie Hübner.

Doch auch gegen elf Pinneberger verteidigten die Haseldorfer ihren Vorsprung und legten, nachdem sie in diesem Jahr bisher weder ein Testspiel noch ein Freiluft-Training absolviert hatten, einen erfolgreichen Kaltstart hin.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert