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Uetersener Nachrichten

19. August 2017 | 04:33 Uhr

Kein Drama in Kiel : Erfolgreiche Wahl

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Unser Land soll in den kommenden Jahren gerechter, fairer und offener werden“, sagte der frisch gewählte Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) direkt nach seiner Vereidigung am Dienstag im Kieler Parlament. Sogar mit zwei Stimmen aus dem Lager der Opposition wurde der 1963 in Bremen geborene Sozialdemokrat zum Regierungschef gewählt.

Nichts bei dieser Wahl erinnerte an den „Heide-Mord“, der verpatzen Abstimmung für Heide Simonis vor sieben Jahren. Gratulanten standen nach der Abstimmung Schlange. Nicht nur Parteifreunde und Koalitionspartner von den Grünen und dem Südschleswigschem Wählerverband (SSW) wandten sich an Albig. Auch vonseiten der Kirche gab es Glückwünsche für den neuen Landesvater.

„Ich freue mich auf die Zusammenarbeit“, so Bischof Gerhard Ulrich von der evangelisch-lutherischen Nordkirche. Doch der Kirchenvertreter mahnte an: Die Koalition aus SPD, Grünen und SSW habe große Aufgaben vor sich. Der ebenfalls gerade gewählte Landessprecher der Partei Die Linke, Klaus Dieter Brügmann aus Pinneberg, bezweifelt, dass die Wähler-Erwartungen durch die Dänen-Ampel erfüllt werden können. SPD, Grüne und SSW hätten die Wählerstimmen in der Hoffnung auf eine sozialere Politik in Schleswig-Holstein bekommen.

„Um einen wirklichen Politikwechsel in Schleswig-Holstein zu erreichen, hin zu mehr Demokratie, sozialer Gerechtigkeit und ökologischer Nachhaltigkeit, bedarf es des gesellschaftlichen Drucks von Bündnissen, Gewerkschaften, Initiativen“, glaubt Brügmann. Kritik kam auch von anderer Seite. Beim Thema Verkehrsinfrastruktur ist die norddeutsche Wirtschaft mit den Plänen der rot-grün-blauen Regierung nicht glücklich. Man wünsche sich eine ideologiefreie Verkehrspolitik, die sich dem heutigen und künftigen Bedarf anpasse. „Wir sehen in der Regierungserklärung einige gute Ansätze, in der Verkehrspolitik fehlt jedoch die notwendige Entschlossenheit“, fasste Christoph Andreas Leicht, Präsident der IHK Schleswig-Holstein, zusammen.

Glückwünsche kamen ebenso aus dem Kreis Pinneberg. Landrat Oliver Stolz gratulierte dem ehemaligen Kieler Oberbürgermeister Albig zu seiner gewonnenen Wahl und wünschte der Regierung viel Erfolg. „Die Botschaft, ein neues politisches Klima des Miteinanders zu etablieren, finde ich sehr wertvoll und hoffe, dass ihm das gelingt. Ein guter Anfang ist getan. Der Koalitionsvertrag hat aus meiner Sicht Stärken, aber auch Nachteile für unsere Region“. Daher wolle man das Handeln der Regierung aktiv begleiten, um die Belange des Kreises gut zu vertreten.

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erstellt am 13.Jun.2012 | 22:34 Uhr

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