Vernissage : Erdverbundenheit, die auch verbindet

4419003_800x659_5579ad35e9995.jpg

Museumsleiterin Dr. Ute Harms hat eine tolle Sommerausstellung zusammengestellt. Dabei konnte sie die Künstlerinnen Gudrun Probst und Inken N. Woldsen als Partner gewinnen, deren Arbeiten zwar unterschiedlichster Natur sind, jedoch einen gemeinsamen Nenner aufweisen: Die Arbeiten sind alle „erdverbunden“. Erdverbunden, so ist die Ausstellung auch überschrieben, die am Sonnabend, 13. Juni, im Rahmen einer Vernissage eröffnet wird. Gudrun Probst wurde 1941 geboren, studierte Bildhauerei an der Werkkunstschule Münster und hat ihren Schaffensmittelpunkt seit 1995 in Bielenberg bei Kollmar. Bei ihrer Kunst haben Fundstücke aus Metall, Holz und Keramik, die sie vor allem an der Elbe findet, eine zentrale Bedeutung.

shz.de von
11. Juni 2015, 17:44 Uhr

Wenn die Künstlerin zu ihrem eigentlichen Arbeitsmaterial greift, dem Ton, und dabei in aufwendigem Verfahren keramische Formen schafft, stehen diese nie alleine für sich, sondern gehen stets eine symbiotische Verbindung mit den Fundstücken ein.

Inken N. Woldsen wurde 1948 geboren. Die studierte Kunsterzieherin lebt und arbeitet seit 1978 als freischaffende Künstlerin in Pinneberg. Sie geht bereits seit vielen Jahren im Bereich der Naturkunst eigene Wege und hat eine charismatische Arbeitsweise entwickelt: Metallfundstücke schlägt sie in Baumwolltücher ein und setzt diese fest mit Draht verschnürten Pakete für einige Wochen Naturprozessen aus, indem sie diese im Erdreich vergräbt. Das tat sie 2006 auch in Uetersen. Die Ergebnisse sind Teil der Ausstellung. Die Ergebnisse laden zum meditativen Betrachten ein. Beide Künstlerinnen haben schon einmal in der Museumsscheune ausgestellt, Gudrun Probst im Rahmen einer Gemeinschaftsausstellung der Pinneberger Künstlergilde.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert