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Uetersener Nachrichten

17. Oktober 2017 | 21:34 Uhr

Neuer Nachbar : Er ist jetzt unser Rabbi

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Rein formal ist er im Ruhestand. Aber das hat in seinem Beruf nichts zu bedeuten. „Wir dürfen arbeiten, solange Gott uns die Kraft gibt“, sagt der Rabbiner Dr. Salomon Almekias-Siegl.

shz.de von
erstellt am 18.Sep.2014 | 18:58 Uhr

Der 67-Jährige ist im Januar nach Uetersen gezogen – aus beruflichen Gründen. Regelmäßig fährt er nach Hamburg, um eine jüdische Versammlung zu betreuen. Der etwa 30-köpfige Egalitär Freundeskreis Hamburg trifft sich im Karolinenviertel. Dr. Almekias-Siegl organisiert die Gemeindearbeit und bietet Unterricht an.

Aber auch in Uetersen will sich der Rabbiner einbringen. Er möchte an Gottesdiensten mitwirken, Vorträge über das Judentum halten, die alte und neue hebräische Sprache unterrichten. „Ich möchte gern das Judentum als Fundament der monotheistischen Religionen vermitteln“, sagt er. Das Judentum gilt als Wurzel des Christentums und des Islams.

Dr. Almekias-Siegl stammt aus Marrakesch in Marokko. 1951 wanderten er und seine Eltern nach Israel aus. Dort besuchte er die Schule. Ab 1970 studierte er für drei Jahre in Leeds (England) Englisch und in London den Beruf des Kantorials, des Gottesdienstleiters. 1973 setzte er seine Studien in Deutschland fort. Ab 1994 arbeitete er für drei Jahre in New Jersey und New Hampshire (USA). Bis zu seiner Pensionierung betreute er als Landesrabbiner von Sachsen 14 Jahre lang die etwa 2800 Mitglieder der jüdischen Gemeinden Chemnitz, Dresden und Leipzig. 2003 promovierte er an der Freien Universität Berlin in Judaistik und Religionswissenschaft. Dr. Almekias-Siegl bringt einen Schatz an Erfahrungen und Fähigkeiten mit. „Rabbi kommt von dem hebräischen Wort Harbe. Das heißt ,viel’. Ein Rabbi muss viel können“, betont er. Vor allem singt er gern. Bis heute nimmt er Gesangsunterricht und singt in seinen Gottesdiensten.

Dr. Almekias-Siegl freut sich auf Anfragen per E-Mail an Rabbiner.A.Siegl@gmail.com

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