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Bürgermeisterkandidat im Porträt : Er ist ein Faustpfand für die Stadt

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Er heißt Andreas Faust und kann durchaus auch einmal mit der Faust auf den Tisch hauen. Macht er aber nicht, zumindest nicht oft. Er möchte nur, dass die Menschen um ihn herum wissen, dass er es kann.

shz.de von
erstellt am 20.Aug.2014 | 18:27 Uhr

Durchsetzungsfähig ist der Bürgermeisterkandidat der Christdemokraten, Personalführung ist ihm das wichtigste Thema bei seiner Arbeit als leitender Verwaltungsbeamter im Amt Schenefeld im Kreis Steinburg.

Eines von vielen Ämtern in Schleswig-Holstein. Aber ein paar Tage lang eines der ungewöhnlichsten in der ganzen Republik, und dafür muss der Christdemokrat aus Uetersen fast ein ganzes Jahr im Voraus planen, abwägen, probieren, besprechen, mit seinen Mitarbeitern diskutieren.

Denn an den paar Tagen explodiert das 10600 Einwohner umfassende vorwiegend ländlich strukturierte Amt Schenefeld plötzlich um rund 100000 Menschen. Der Grund: Das wohl größte Heavy-Metal-Festival der Welt, Wacken Open Air.

2014 sei es dort noch friedlicher, harmonischer und sicherer abgegangen als in den Jahren davor, sagen die Berichterstatter. Die 75000 Karten für Wacken 2015 waren in der Rekordzeit von weniger als zwölf Stunden komplett ausverkauft. Mit ein Verdienst des Amtsleiters, der mit dem gesamten Team aus Veranstaltern, Rettungs-, Sicherheits- und Ordnungskräften mal eben für eine Woche in die Eifel fährt, um alle in Wacken möglichen Szenarien durchzuspielen, auf der sicheren Seite zu sein, Katastrophen schon im Keim zu verhindern.

Und schon ist der Mann mit den haselnussbraunen Augen, die warm und herzlich sein Gegenüber betrachten können, aber auch abschätzend einen Fremden fixieren, wieder bei seinem eigentlichen Thema. Führen und leiten, miteinander im Gespräch sein. Dabei sich selbst hinterfragen, den eigenen Standpunkt ausmachen.

Wertkonservativ ist er, schätzt Grenzen wie Respekt – Respekt vor Eigentum, Natur, anderen Kulturen, Umgangsformen, mit denen Menschen anderen Respekt erweisen. Das hat er auch seinen drei Töchtern vermittelt, zehn, elf und zwölf Jahre alt, die freundlich und fröhlich um die Ecke gucken, während er in der blau-weißen Landhausküche am Pracherdamm sitzt, Kaffee trinkt und schnackt.

Neben Hallenfußball und Laufen nennt er das Kaffeetrinken als eines seiner Hobbys. Was er nicht sagt, aber deutlich wird: Dabei braucht er einen oder eine zum Reden. Kommunikation ist ihm wichtig. Er kann erzählen, aber auch zuhören, noch lieber mag er überzeugen.

Am besten mit handfesten Fakten, zum Beispiel mit dem, was er in Uetersen als Verwaltungschef erreichen will: eine schnelle Breitbandversorgung sei wichtig für die Zukunft, Erhalt und Sicherung der Arbeitsplätze durch eine solide Wirtschaftsförderung, das gute Zusammenleben mit anderen Kulturen. Sauberkeit in der Stadt sei ein Thema, das oft an ihn herangetragen werde. Und überhaupt – das Akzeptieren der Anliegen seiner Mitmenschen. Womit er wieder bei seinem Lieblingsthema ist: Führen, anleiten, das Miteinander in einer Gesellschaft gestalten.

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