Finanzen : Entwurf zum Haushalt

Einstimmig haben die Politiker des Finanzausschusses den Entwurf des Haushaltsplans 2014 verabschiedet und der Gemeindevertretung, die am 17. März tagen wird, zur Annahme empfohlen. Der Entwurf schließt im Verwaltungshaushalt in Einnahmen und Ausgaben bei 4652100 Euro und im Vermögenshaushalt mit 1383500 Euro.

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06. März 2014, 20:28 Uhr

Der Ausgleich eines Defizites in Höhe von 246000 Euro im Verwaltungshaushalt war nur durch eine Entnahme von 146000 Euro aus der Rücklage sowie durch die Aufnahme eines „inneren Darlehens“ aus der Gebührenausgleichsrücklage in Höhe von 100000 Euro möglich. „Die Finanzlage ist prekär. Die Kassen sind leer. Vor uns stehen aber noch Investitionen, für die wir Fördergelder benötigen. Und die bekommen wir nur, wenn wir die vorgeschriebenen Steuerhebesätze vorweisen“, machte Bürgermeister Udo Tesch (SPD) deutlich. Und so sprachen sich die Finanzausschuss-Politiker dafür aus, die Grundsteuer A und B von 310 auf 330 v. H. und die Gewerbesteuer von 340 auf 360 v. H. anzuheben. Auch wenn die Mehreinnahmen dadurch lediglich bei 45000 Euro liegen, könne die Gemeinde nicht darauf verzichten, waren sich die Politiker einig. Der Gesamtbetrag der Kredite für Investitionen wird auf 800000 Euro festgesetzt. Denn die Gemeinde gewährt dem Sportverein für den Bau der neuen Sportanlage ein Darlehen in Höhe von 400000 Euro und zahlt an die Baugenossenschaft Adlershorst für die Erschließung des Wohngebietes neben dem MarktTreff 300000 Euro. Gerechnet wird mit einer Einkommenssteuer in Höhe von 1,1 Millionen Euro. „Wir hoffen, dass wir da in den nächsten Jahren noch mal einen Schub erhalten, wenn die Bebauung im Wohngebiet am MarktTreff erfolgt ist und wir weiteren einkommensstarken Zuzug bekommen“, so Udo Tesch.

Der Finanzausschuss-Vorsitzende Egbert Hagen (CDU) mahnte an, dass Einsparungen unabdingbar seien und die Investitionen in den nächsten Jahren auf einen intensiven Prüfstand müssten. Doch die Politiker wissen, dass die Dächer von Schule und Gemeindezentrum saniert werden müssen und für die Offene Ganztagsschule eine Mensa (etwa 500000 Euro) benötigt wird. „Wenn diese Investitionen anstehen, werden wir die Steuern wohl noch einmal um zehn Prozentpunkte anheben müssen“, machte der Bürgermeister deutlich.

Auch die hohen Personalkosten (1,149 Millionen Euro) schlagen im Haushalt zu Buche. Das sind fast 170000 Euro mehr als im Vorjahr und hängt neben Tariferhöhungen auch mit der Einführung des Offenen Ganztags an der Schule und der Krippe zusammen.

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