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Gemeinderat Hetlingen : Entschuldigung für verbale Entgleisung

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Weitreichende Entscheidungen in Sachen Kita-Erweiterung und Ausweisung eines Misch- und Gewerbegebiets haben die Mitglieder des Hetlinger Gemeinderats am Donnerstagabend während ihrer Sitzung in der Gaststätte Op de Deel gefasst. Doch bevor sie in inhaltliche Diskussionen einstiegen, nutzte CDU-Gemeindevertreter Matthias Strauch die Gelegenheit, eine persönliche Erklärung abzugeben. Während der letzten Sitzung hatte er die Mitarbeiter der Stadt Uetersen und des Bauhofs hart angegangen. Er habe gesagt, dass die Unterstützung weniger als Null sei. „Dafür möchte ich mich in aller Form entschuldigen, das war eine verbale Entgleisung“, räumte er ein.

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erstellt am 21.Mär.2016 | 19:06 Uhr

Für Lacher sorgte Holger Martinsteg (parteilos) von der CDU-Fraktion. Er sollte in seiner Eigenschaft als Brandschützer von Bürgermeisterin Monika Riekhof (CDU) als Vize-Wehrführer vereidigt werden und wollte dazu auch optisch passen. „Moment“, rief der seinen Ratskollegen zu, „ich muss schnell meine Jacke wechseln.“ Sprach’s und tat’s. Martinsteg wurde zum 25. März für sechs Jahre als Ehrenbeamter vereidigt.

Gegen die Stimmen der Freien Wahlgemeinschaft (FW) wurde die Satzung für den Bebauungsplan 13 im Bereich Eckhorst – Richtung Haseldorf – beschlossen. Auf der etwa 5500 Quadratmeter großen Weide gegenüber der Straße Grashofsland sollen etwa acht Wohneinheiten entstehen. Die Grundstücke haben eine Mindestgröße von 600 Quadratmetern. Den freien Wählern missfällt nach Worten ihres Fraktionschefs Michael Rahn unter anderem, dass nur zwei öffentliche Parkplätze angelegt werden müssen: „Wir glauben, dass es zu ähnlichen Konflikten kommt wie im Kranz.“ Auch die Entwässerungsfrage ist aus Sicht der FW unklar. Die Planerin stehe auf dem Standpunkt, dass es nicht mehr Niederschlagswasser gebe und es versickere jetzt auch. „Wir aber kennen doch unseren Marschboden“, betonte Rahn. Durchsetzen konnte er sich mit seinen Einwänden jedoch nicht.

Ein Nein gab es von der FW auch zur Vergabe einer Machbarkeitsstudie zur Planung, Entwicklung und Vermarktung eines Misch- und Gewerbegebiets, das von Holm aus kommend linkerhand der Straße Blink vorgelagert werden soll. Rahn bekräftigte das Nein seiner Fraktion, die den Standort als ungeeignet einstuft (diese Zeitung berichtete). Strauch, Vize-Chef des Bauausschusses, dass es bereits fünf feste Bewerber und einen Privatinteressenten gebe. Von der etwa 20000 Quadratmeter großen Fläche sei somit gut die Hälfte verplant. „Wir sollten das beschleunigen“, mahnte Strauch. Ein kleiner Handwerksbetrieb sei mangels Möglichkeit bereits nach Wedel abgewandert.

Beschlossen wurde zudem die Anmietung von Containern, in der für zwei Jahre Kita-Kinder als Übergangslösung untergebracht werden sollen. Damit soll die Planungs- und Bauzeit für die Kita-Erweiterung überbrückt werden.

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