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Uetersener Nachrichten

17. Dezember 2017 | 13:22 Uhr

Möglichkeit : Entscheidung wurde vertagt

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Es ist noch nicht ganz ein Jahr her, dass die Politiker aller Fraktionen im Zusammenhang mit den sogenannten „Schwarzbauten“ im Esinger Moor die Kreisbehörde um sozialverträgliche Lösungen gebeten hatte.

shz.de von
erstellt am 07.Feb.2012 | 21:27 Uhr

Nun haben die Politiker selbst die Möglichkeit, aus einem Bereich zwischen Koppeldamm, Heimstättenstraße und Neuendeicher Weg, der planungsrechtlich zum Außenbereich gehört, einen Innenbereich durch die Aufstellung einer entsprechenden Innenbereichssatzung zu machen. Damit würden auf einem privaten Grundstück sogenannte „Schwarzbauten“ (Doppelcarport und Lagerschuppen) nicht mehr vom Abriss bedroht sein und im Fall des Geländes der Gaststätte Birkenhain mögliche Bauvorhaben unterstützt. Denn für das Bauen im Außenbereich ist § 35 Baugesetzbuch anzuwenden und dieser setzt insbesondere für neue Bauvorhaben enge Grenzen. Durch eine Ergänzungssatzung gem. § 34 Abs. 4, Nr. 3 Baugesetzbuch würde per Satzung ein Gebiet definiert, in dem Bauvorhaben planungsrechtlich nach § 34 (Bauen im unbeplanten Innenbereich) bewertet werden. Das Gebiet muss an einen Bereich grenzen, der eindeutig dem Innenbereich zugeordnet werden kann, was bei dem Gebiet Gaststätte Birkenhain und dem zweiten betroffenen Grundstück der Fall ist.

Die Christdemokraten lehnten in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses eine Entscheidung dazu ab. Sie wollten das Thema noch einmal mit in die Fraktion nehmen. „Wir möchten nicht für Einzelfälle entscheiden. Außerdem geht es uns um den Erhalt des Birkenhaingeländes. Der Charakter mit Teich und Wäldchen sollte erhalten bleiben“, so Henry Stümer. Und sein Frakionsvorsitzender Christopher Radon wollte wissen, was gebaut werden könnte. Auch die Sozialdemokraten merkten Bedenken an. „Wir würden einer Expansion auf dem Birkenhaingelände zustimmen, tun uns aber schwer mit den illegalen Carports“, so Manfred Mörker. „Wir würden nur helfen, den Bestand in dem betreffenden Bereich zu legalisieren und deutlich machen, dass das Birkenhaingelände zum Innenbereich gehört“, so Bürgermeister Krügel. Die Entscheidung wurde bis zur nächsten Sitzung vertagt.

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