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Uetersener Nachrichten

22. August 2017 | 11:29 Uhr

DRK-KiTa : Entscheidung vertagt

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Neubau am Schützenplatz? Abriss und Neubau am bisherigen Standort Friedlandstraße? Sanierung? – den drei bereits 2011 diskutierten und dann auf Eis gelegten Varianten über die Zukunft des DRK-Kindergartens ist nun eine vierte Variante hinzugekommen: Neubau auf dem Parkplatz der Tennisclubs (direkte Nachbarschaft zum bisherigen Standort).

Diplom-Ingenieur Frank Haartje stellte in der jüngsten Sitzung des Kultur- und Bildungsausschusses die Kostenkalkulationen für die vier Varianten vor. Während 2011 noch für Platz von sieben Gruppen ausgegangen wurde, wird angesichts der veränderten Bedarfslage (inzwischen ist der WABE-Kindergarten mit 40 Krippen- und 60 Elementarplätzen entstanden) nur noch für zwei Elementargruppen, eine Familiengruppe und eine Krippengruppe geplant. Wie die Verwaltung mitteilt, habe der DRK-Kreisverband als Träger der Einrichtung der Reduzierung auf vier Gruppen zugestimmt. Auch hat das DRK sein Einverständnis zu einer Sanierung der bestehenden Einrichtung erteilt und ist zu einer vorzeitigen Rückgabe des Grundstückes (Erbbaurecht) gegen den bereits verhandelten Wertausgleich bereit. Vor drei Jahren hatten sich die Sozialdemokraten für den Neubau des Kindergartens am Schützenplatz stark gemacht. Sie führten Synergieeffekte mit der Schwennesen-Schule (gemeinsame Küche und Mensa für die Kindergartenkinder und Schulkinder) ins Feld. Doch die politische Mehrheit reichte nicht, weil nur die FDP mit am Strang zog. CDU und Grüne lehnten den Standort Schützenplatz ab, zumal auch die Kreisbehörde Bedenken hatte (Verkehrsaufkommen, Geruchsbelästigung eines benachbarten landwirtschaftlichen Betriebes, Lärmbelästigung durch Schießstand). Die inzwischen vorliegenden Lärm- sowie Geruchs- und Staubgutachten sagen aus, dass die zulässigen Werte in dem für die Bebauung infrage kommenden Bereich überschritten werden. Möglich wäre der Bereich, in dem der Sportplatz für die Schwennesen-Schule für 125500 Euro plus Fördermittel angelegt wurde. Das würde aber bedeuten: Rückbau des Sportplatzes und Rückzahlung von Fördermitteln in Höhe von 82500 Euro. Die Sozialdemokraten verwiesen auf die Planungen vor drei Jahren, als Sportplatz und KiTa „nebeneinander“ Platz hatten. Die Verwaltung soll der Politik diese Planungen noch einmal zukommen lassen.

Während die Christdemokraten in der Sitzung eine Entscheidung für die kostengünstigste Variante (Sanierung des Bestandsgebäudes an der Friedlandstraße) herbeiführen wollten, sprachen sich SPD und FDP für Vertagung aus und folgten damit dem Verwaltungsvorschlag, sich in einer zusätzlichen Ausschuss-sitzung am Montag, dem 23. Juni, noch einmal mit dem Thema zu befassen.

Sanierung: dreimonatige Schließzeit oder Auslagerung von zwei Gruppen

Variante 1 – KiTa-Neubau am Schützenplatz: Kosten inklusive Außenanlagen: 2,31 Millionen Euro. Allerdings sind in diesen Kosten keine Küche und Mensa enthalten, die auch zur Versorgung der Schwennesen-Schule genutzt werden könnten. Christopher Radon (CDU): „Diese zusätzlichen Kosten müssten mit den Kosten der Essenversorgung, die derzeit im Schützenheim für die Schwennensen-Schüler erfolgt, gegenübergestellt werden.“ Variante 2 – KiTa-Neubau an der Friedlandstraße auf dem Parkplatz des Tennisvereins: Kosten inklusive Parkplätze und Außenanlagen: 2,47 Millionen Euro. Variante 3 – KiTa-Neubau an der Friedlandstraße mit Containerlösung während der Bauzeit: 2,6 Millionen Euro.

Variante 4 – Sanierung des Bestandsgebäudes: 1,4 Millionen Euro. Die Innen-Sanierung könnte im Rahmen einer dreimonatigen Schließzeit der KiTa erfolgen oder jeweils auf der Hälfte der Fläche mit Auslagerung von zwei Gruppen. Sanierung von Fassade, Dach und Außenanlagen parallel dazu oder nach Abschluss der Arbeiten im Innenbereich.

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erstellt am 27.Mai.2014 | 21:22 Uhr

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