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DRK-Kindertagesstätte : Entscheidung noch nicht getroffen

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Dem Verwaltungsvorschlag, auf dem Adlershorst-Grundstück an der Pommernstraße eine DRK-Kindertagesstätte für sieben Gruppen als Ersatz für den DRK-Kindergarten an der Friedlandstraße zu bauen, erteilten die Politiker des Ausschusses für Jugend, Sport, Soziales, Kultur und Bildungswesen eine Absage.

shz.de von
erstellt am 16.Nov.2011 | 19:55 Uhr

Das brachten sie in der Sitzung des Ausschusses am Montag, dem 14. November, mit dem Austausch ihrer Positionen zu diesem Thema zum Ausdruck.

In der Fortführung der Beratung am Dienstag, dem 15. November, erfolgte jedoch keine Einigung, für welchen Standort die Planungen für einen DRK-Kindergartenneubau nun fortgeführt werden sollen. Die Christdemokraten meldeten noch Beratungsbedarf in ihrer Fraktion an und so soll die Entscheidung erst in einer Sondersitzung des Kultur- und Bildungsausschusses unmittelbar vor der Sitzung des Hauptausschusses am 12. Dezember fallen.

Nachdem im Mai bereits Planungen für einen Kindergartenneubau neben dem Schützenvereinsheim und der Sportanlage der Johannes-Schwennesen-Schule als Ersatz für den DRK-Kindergarten vorgestellt worden waren, hatten CDU und Grüne durchgesetzt, dass als Alternative die Sanierungskosten für eine umfassende Gebäudesanierung mit Neubaustandard beziehungsweise für einen Neubau am bisherigen Standort Friedlandstraße geprüft werden.

Arne Neumann vom Pinneberger Architekturbüro Neumann stellte den Politikern in der Sitzung am 14. November die Ergebnisse dieser Kostenuntersuchung vor und erläuterte, welche Umbau- beziehungsweise Neubauarbeiten mit welchen Folgen für die Unterbringung der Kinder in der Bauphase beziehungsweise die Nutzung der Außenspielfläche zu bewältigen wären. Die Sanierungskosten des Bestandes mit Aufstockung, um Platz für sieben Gruppen zu haben, bezifferte der Architekt auf 2832108 Euro. Ein Abriss und Neubau auf dem Grundstück an der Friedlandstraße sei für 3083111 Euro möglich, rechnete Arne Neumann vor. In beiden Fällen seien jedoch die notwendigen Pkw-Stellplätze nicht unterzubringen. Diesen Kosten stehen mögliche Neubaukosten in Höhe von 3234913 Euro am Standort neben dem Schützenheim gegenüber. Allerdings hält die Kreisbehörde diesen Standort aufgrund der dortigen Verkehrssituation und der unmittelbaren Nachbarschaft zu Schützenhalle und Sportplatz für nicht geeignet. Die Wohnungsbaugenossenschaft Adlershorst hatte nun angeboten, auf einem Grundstück zwischen Bahn und den Hochhäusern an der Pommernstraße einen Kindergarten nach den Wünschen der Stadt zu errichten. Standort und Bedingungen (zehn Jahre einredefreier Mietvertrag; jährliche Miete 136000 Euro ohne Tilgungsanteile; danach Verkauf an die Stadt) lehnten die Politiker jedoch ab.

Stimmen der Politik zum Neubau eines DRK-Kindergartens / SPD und FDP für Schützenplatz / Grüne für Friedlandstraße / CDU berät noch. „Die Sanierung des Kindergartens ist für uns keine Option. So wie auch ein Adlershorstbau an der Pommernstraße nicht. Bei einem Investitionsvolumen von 3,7 Millionen Euro und einer Mietzeit von zehn Jahren liegen wir bei über 5 Millionen Euro Kosten“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Christopher Radon im Kultur- und Bildungsausschuss. Auch die Sozialdemokraten betonten, dass sie das „Modell Adlershorst nicht gut finden“. „Eine Sanierung oder einen Neubau am bisherigen Standort und ein Verbleiben der Kinder für die Bauzeit in Containern lehnen wir auch ab. Was spricht gegen den Standort Schützenplatz, es kann doch nicht sein, dass der Kreis auf Lärm vom Sportplatz verweist. Es war doch gerade unsere Idee, zwischen Schule und Kindergarten Synergieeffekte zu ermöglichen. Die Schulkinder könnten im Kindergarten Mittagessen einnehmen“, so Verena Fischer-Neumann. Sie verwies zudem darauf, dass das Grundstück am Schützenplatz der Stadt gehört.

Auch für die Grünen kommen eine Sanierung und ein Neubau an der Pommernstraße aufgrund der Lärmbelästigung durch die Bahn nicht in Frage. Sie favorisieren einen Neubau am bisherigen Standort Friedlandstraße. Die FDP hingegen präferiert wie die Sozialdemokraten einen Neubau am Schützenplatz. Die Kreis-Fachaufsicht für bauliche Fördermaßnahmen hat bereits signalisiert, dass ein Neubau als die wirtschaftlichere Maßnahme angesehen würde.

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