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Gemeindevertretung Haseldorf : Entscheidung für das Amt Moorrege

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Haseldorf strebt eine Verwaltungsgemeinschaft mit dem Amt Moorrege an. Gegen die Stimmen der SPD-Fraktion hat sich die CDU-Mehrheit der Haseldorfer Gemeindevertretung gegen die Fortsetzung der Verwaltungsgemeinschaft mit der Stadt Uetersen ausgesprochen. Altbürgermeister Heinz Lüchau verweigerte seinen Parteifreunden die Zustimmung. Er enthielt sich der Stimme. Fraktionssprecher Helmut Schübbe formulierte den Antrag für die Christdemokraten: „Die Gemeindevertretung Haseldorf empfiehlt dem Amtsausschuss, den Vertrag mit der Stadt Uetersen fristgerecht zum 31. Dezember 2016 zu kündigen und den Beitritt des Amtes Haseldorf in das Amt Moorrege zum 1. Januar 2017 zu beschließen.“ Für den Fall, dass sich der Amtsausschuss für eine Fortführung der Verwaltungskooperation mit der Stadt Uetersen ausspricht, wurde parallel die „Ausamtung der Gemeinde Haseldorf aus dem Amt Haseldorf zum 31. Dezember 2016“ beschlossen.

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erstellt am 16.Dez.2015 | 20:03 Uhr

„Mit dieser Entscheidung wird beschlossen das Amt zu zerschlagen“, formulierte SPD-Gemeinderätin Heike Meyer-Schoppa sichtlich erschüttert. Marina Hölck, die als Gast an der Sitzung im „Haseldorfer Hof“ teilnahm, warnte davor, bestehende Strukturen zu zerstören.

Zuvor hatte SPD-Gemeindevertreter Boris Scheuer für einen Verbleib in der Verwaltungsgemeinschaft mit Uetersen argumentiert. „Die vorliegenden Zahlen, die die Gemeinde Haseldorf, Haselau und Hetlingen als Einsparsumme errechnet haben, variieren zwischen 24000 und 53000 Euro und sind deshalb nicht aussagekräftig“, gab er zu bedenken.

Außerdem seien Kosten für das Bürgerbüro, das in jedem Fall erhalten bleiben soll, nicht enthalten. „Auch wenn die Zahlen voneinander abweichen, ist die Tendenz doch eindeutig“, entgegnete Bürgermeister Uwe Schölermamm. Das Amt Moorrege arbeite in jedem Fall kostengünstiger. Der Wunsch, als kleine Gemeinde selbstständig zu bleiben, spricht aus Sicht des Bürgermeisters für die Zusammenarbeit mit dem Amt Moorrege. „Wir werden sehen, was mit kleinen Kommunen passiert, die an Städten hängen“, sagte er.

40000 Euro für die Brücke am Grünen Damm

Die Brücke am Grünen Damm, die Heist mit Hetlingen verbindet, ist marode und aus Sicherheitsgründen seit Monaten gesperrt. Für die Menschen hier ist sie eine beliebte Abkürzung; für einige Landwirte stellt sie den kürzesten Weg zu ihren Ländereien dar. Von Haseldorfern selbst wird die Brücke kaum genutzt. Der Gemeinderat beschloss, 40000 Euro für die Maßnahme zur Verfügung zu stellen. Die Verwaltung wurde beauftragt, Verhandlungen mit den Gemeinden Holm, Heist, Hetlingen und Haselau aufzunehmen. Angestrebt ist, dass sie Kosten in gleicher Höhe beziehungsweise im Fall von Haselau in Höhe von 20000 Euro übernehmen. Sollten die Kosten für Haseldorf 40000 Euro übersteigen, wollen die Gemeindevertreter erneut über die Angelegenheit beraten.

Gründung eines Schulzweckverbands

Die Haseldorfer Gemeindevertreter haben gegen die Stimmen der SPD die Gründung eines Schulzweckverbandes beschlossen. Ihm sollen Vertreter der Gemeinden Haseldorf und Haselau angehören. In dem Gremium werden zukünftig alle Angelegenheiten, die die Schule, die Kita und die Betreuungsklasse angehen, verhandelt. Die SPD-Fraktion hatte beantragt, die Aufgabe dem Amt Haseldorf zu übertragen. Insbesondere Vertreter des bisher auf Elterninitiative beruhenden Betreuungsvereins waren an einer Lösung interessiert und fragten kritisch nach.

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