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Schwennesen-Schule : Entscheidung für Betreuung vertagt

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Fassungslos und verärgert reagierten die Sozialdemokraten in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Jugend, Sport, Soziales, Kultur und Bildungswesen auf das Ansinnen der Grünen, die Entscheidung für die Einrichtung einer für ein Jahr befristeten dritten DRK-Hortgruppe an der Johannes-Schwennesen-Schule zu vertagen. Und da sich die Christdemokraten dem Anliegen der Grünen anschlossen, soll nun in der außerplanmäßigen Sitzung des Ausschusses am Montag, dem 20. Februar, die eigentlich nur der Beratung und Beschlussfassung zum Neubau des DRK-Kindergartens und der Beratung zum Bau einer Kindertagesstätte im Gewerbegebiet Oha vorgesehen war, die Entscheidung für eine Ausweitung des Betreuungsangebotes an der Johannes-Schwennesen-Schule fallen.

shz.de von
erstellt am 14.Feb.2012 | 21:35 Uhr

„Es ist vollkommen unverständlich, wieso die Entscheidung eine Woche geschoben wird. Der Beschlussvorschlag der Verwaltung ist doch nichts anderes als eine der vorgeschlagenen Alternativen in der Vorlage und damit konnte sich doch jede Fraktion auseinandersetzen und sich eine Meinung bilden“, sagte Verena Fischer-Neumann (SPD). Doch die Grünen sahen das anders. In der Verwaltungsvorlage war zwar als eine Alternative die Einrichtung einer weiteren Hortgruppe genannt, aber nicht die zeitliche Einschränkung für ein Jahr. Und dieses Zeitfenster begründete die Verwaltung in der Sitzung des Ausschusses damit, dass an der Johannes-Schwennesen-Schule an einem Konzept für eine offene Ganztagsschule gearbeitet wird und das Ergebnis eines Gesprächs mit Eltern darin bestehe, dass die Eltern eine weitere DRK-Hortgruppe wünschen und mit der Befristigung für ein Jahr einverstanden seien.

Noch im November 2011 war die Situation so, dass an der Schule kein weiterer Raum für den Ausbau des Betreuungsangebotes zur Verfügung steht, für 14 Kinder aber eine Betreuungslösung gefunden werden muss. Es war bereits Kontakt zum Schützenverein aufgenommen worden, um die Einnahme des Mittagessens ins Schützenheim zu verlagern und damit Raumkapazitäten für die Betreuung nach dem Unterricht zu schaffen. Inzwischen hatte die Schule allerdings signalisiert, dass ein weiterer Klassenraum zur Betreuung zur Verfügung gestellt werden kann. Für die Sozialdemokraten war die Entscheidung klar, dem Elternwunsch zu folgen, für ein Jahr eine dritte Hortgruppe unter Trägerschaft des DRK einzurichten und dann im Zuge des Übergangs zur offenen Ganztagsschule neu zu beraten. Auch der FDP-Vertreter Bernd Michaelsen merkte an, das die FDP zustimmen würde. Die Grünen meldeten jedoch noch einmal Beratungsbedarf an. „Wir haben den Beschlussvorschlag erst jetzt auf dem Tisch. Wir wollen noch einmal in der Fraktion darüber reden, denn die Befristung gefällt uns nicht“, so Helga Rahn.

Die CDU hätte eher für die Variante Bustransfer der 14 Kinder zur Betreuungsklasse an die Fritz-Reuter-Schule tendiert, so Christopher Radon (CDU). „Aber mit der Befristung hat die Variante Hortgruppe eine neue Qualität erhalten“. Er warf der SPD Polemik vor.

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