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DRK-Kleiderkammer : Enormer ehrenamtlicher Einsatz

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Bedürftigen und Menschen in Notsituationen mit Kleiderspenden zu helfen, ist Sinn einer Kleiderkammer. Wie wichtig und richtig es ist, dass der DRK-Ortsverein Tornesch im POMM 91 eine Kleiderkammer vorhält, zeigt sich gerade jetzt. Denn auch die in Tornesch und in Umlandkommunen untergebrachten Flüchtlinge werden über die DRK-Kleiderkammer mit Bekleidung, Tisch- und Bettwäsche, Geschirr und anderen notwendigen Dingen für den Haushalt versorgt.

shz.de von
erstellt am 09.Nov.2015 | 21:10 Uhr

Da der Andrang Bedürftiger und die Kleiderspenden so umfangreich sind, haben die Ehrenamtlichen des DRK-Ortsvereins dienstags von 14 bis 16 Uhr die Ausgabezeit und mittwochs von 14 bis 16 Uhr die Annahmezeit von Kleider- und anderen Spenden eingerichtet. Dass die Spendenbereitschaft und das Interesse groß sind, freut die Ehrenamtlichen, stellt sie aber auch vor bislang nicht gewohnte Herausforderungen. Denn die Annahmezeit reicht bei Weitem nicht aus, um Kleidung, Schuhe, Geschirr, Spielzeug oder andere Spenden zu sortieren und für die Ausgabe vorzubereiten.

Jeden Tag sind DRK-Helferinnen mehrere Stunden vor Ort. Die meisten Spenden sind in einem sauberen und guten Zustand und können weitergegeben werden. Aber leider gibt es auch Spenden, die hygienisch nicht einwandfrei sind. Die Helferinnen mussten schon mit Handschuhen und Mundschutz arbeiten. Im Vorflur der Kleiderkammer türmen sich Säcke von unbrauchbarer Kleidung.

„Wir bitten dringend darum, nur saubere und gut erhaltene Bekleidung abzugeben“, so Hertha Holstein und Annerose Niegel. Sie organisieren den Einsatz der 20 Helferinnen und Helfer und sind fast täglich selbst vor Ort. Da die eigentliche DRK-Kleiderkammer aus allen Nähten platzt, darf das DRK als Sortierraum für abgegebene Spenden einen Heizungsraum der Begegnungsstätte nutzen.

„Die Bedingungen sind nicht ideal, wir sind im Gespräch mit der Kirchengemeinde um Räume im Bonhoefferhaus“, macht der Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Manfred Irgens die Situation deutlich und betont: „Wir gehen nicht davon aus, dass die Frequentierung der Kleiderkammer nachlassen wird und hoffen natürlich auch, dass die Spendenbereitschaft anhält, um alle Bedürftigen versorgen zu können. Wer in Not ist, dem wird geholfen. Das ist unsere Grundhaltung. Niemand sollte sich scheuen, die DRK-Kleiderkammer aufzusuchen.“ In den vergangenen Wochen waren an jedem Ausgabetag in den zwei Stunden bis zu 50 Bedürftige, vorwiegend Flüchtlinge, vor Ort. Da nur zwei bis drei Bedürftige im Ausgaberaum der Kleiderkammer betreut werden können, entstehen Wartezeiten, die im engen Flur überbrückt werden müssen. „Wir sehen es als unsere Aufgabe an, den Bedürfnissen aller, die zu uns kommen, gerecht zu werden. Das ist nicht immer einfach. Wir müssen den Überblick behalten, wer in welcher Form schon versorgt wurde, damit nicht Neid und Missgunst entstehen“, macht Hertha Holstein auch die soziale Verantwortung der Ehrenamtlichen in der Kleiderkammer deutlich.

Für sie und ihr Team, zu dem auch zwei Iranerinnen und ein Syrier gehören, die als Dolmetscher und Helfer bei der Kleiderausgabe an Flüchtlinge mitwirken, ist die ehrenamtliche Arbeit für Bedürftige Herzenssache. „Wir spüren die Freude und Dankbarkeit, wenn wir helfen konnten“, betont Hertha Holstein.

Spenden für die DRK-Kleiderkammer Benötigt werden aktuell Winterbekleidung für Kinder und Erwachsene, Schuhe, Geschirr, Töpfe, Handtücher sowie Tisch- und Bettwäsche in einem Zustand, der eine sofortige Weitergabe ermöglicht.

Möbel, Teppiche, Elektrogeräte, Fahrräder oder „Reste“ von privaten Sammelaktionen werden in der DRK-Kleiderkammer nicht entgegengenommen und sollten auch nicht vor der Tür abgelegt werden. Denn leider hat es auch das gegeben und die ehrenamtliche DRK-Arbeit mit der Organisation der Entsorgung belastet.

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