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Schnelle Lösung : Engpass bei Kinderbetreuungsplätzen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Gerade wurde zum 1. August die evangelische Spielstunde im Bonhoefferhaus wegen mangelnder Nachfrage zur Betreuungszeit vormittags bis 12 Uhr eingestellt, nun wird das Bonhoefferhaus im Frühjahr 2016 für die Betreuung von Elementarkindern (8 bis 14 Uhr) reaktiviert.

shz.de von
erstellt am 24.Nov.2015 | 21:24 Uhr

Das haben die Mitglieder des Sozial- und Bildungsausschusses in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen. Sie folgten damit der Notwendigkeit, dass in Tornesch zusätzliche Kinderbetreuungsplätze geschaffen werden müssen. Und das trotz jahrelanger vorausschauender Planung, fünf Kindergärten mit 351 Elementar- und 95 Krippenplätzen sowie Tagesmüttern vor Ort.

Bereits in der September-Sitzung hatte die Verwaltung darauf hingewiesen, dass es eng wird in den Einrichtungen und auch im Elementarbereich entgegengesetzt zur Situation in der jüngeren Vergangenheit ein Nachfrageüberhang (32 Kinder) besteht. Eigentlich ist der Nachfrageüberhang noch höher, da derzeit 28 Tornescher Kinder im Krippen- und Elementarbereich in auswärtigen Einrichtungen betreut werden. Tornesch zahlt dafür an die entsprechenden Kommunen einen Kostenausgleich. Durch nicht planbaren erheblichen Zuzug von jungen Familien und die Aufnahme von Flüchtlingen mit Kindern sei eine Situation entstanden, die in dem Maße nicht absehbar gewesen sei, betonte die Leiterin des Amtes für Soziale Dienste Sabine Kählert auf Nachfrage der Politik, warum die anhand von Geburtenzahlen und ermittelten Tendenzen geschaffene Grundversorgung gewisse Schwankungen nicht aushalte. Um bereits im Vorwege auszuloten, welche Maßnahmen bei der weiteren Schaffung von Kinderbetreuungsplätzen förderfähig sind, hat Sabine Kählert ein Gespräch mit der zuständigen Mitarbeiterin der Kindergartenaufsicht im Kreis Pinneberg geführt. „Die Förderbedingungen wurden trotz der Flüchtlingsströme nicht geändert. Die Schaffung zusätzlicher Betreuungsplätze wird also nur dann gefördert, wenn wir den Bedarf anhand der Kinder- und Geburtenzahlen, belegt durch Auszüge aus dem Einwohnermeldeamt, nachweisen“, betonte Sabine Kählert.

Neben der Sanierung der DRK-Kindertagesstätte mit Erweiterung um zwei Gruppen hat die Verwaltung daher die Reaktivierung des Bonhoefferhauses zur Schaffung von 25 Betreuungsplätzen sowie den Anbau von zwei Gruppen mit Erweiterung der Küche des evangelischen Kindergartens im Visier. Die Politik wollte jedoch von einem Anbau an den Kindergarten Wachsbleicher Weg noch nichts wissen. Die Beschlussempfehlung wurde vertagt. Die Verwaltung soll nach weiteren Möglichkeiten zur Deckung der Betreuungsbedarfe suchen.

Schaffung von Kinder-Betreuungsplätzen zur Deckung des Rechtsanspruchs bleibt Aufgabe

Eine Alternative, um zumindest übergangsweise zusätzliche Betreuungsplätze zu schaffen, wäre die von der Politik bislang nicht gewünschte Anhebung der Gruppenstärken auf bis zu 25 Kinder und einer damit verbundenen Personalverstärkung. Die Christdemokraten fragten nach der Möglichkeit der Einrichtung einer weiteren Waldgruppe, die Sozialdemokraten vermissten Aussagen zu einem Kindergarten-Mietmodell im Wohngebiet „Tornesch am See“ und die Liberalen hätten lieber einen Anbau an den WABE-Kindergarten gesehen. Den Bedarf nach der Einrichtung einer weiteren Waldgruppe will die Verwaltung prüfen, einen Anbau an die WABE-KiTa lehnte die Verwaltung ab und ein Kindergarten-Mietmodell mit 100 Plätzen werde aus Kostengründen nicht weiter verfolgt, so Bürgermeister Roland Krügel. „Da würden wir mit 500000 Euro nicht hinkommen“, sagte er. Für den von der Politik nicht beschlossenen Anbau an den evangelischen Kindergarten hatte die Verwaltung 500000 Euro angesetzt. Die Reaktivierung des Bonhoefferhauses zum nächstmöglichen Zeitpunkt mit bis zu 25 Betreuungsplätzen soll zunächst für fünf Jahre erfolgen. Der Betrieb einer Gruppe dort mit 25 Plätzen hatte 2014 einen städtischen Zuschuss von 51000 Euro benötigt. Die Verwaltung wurde beauftragt, mit der Kirchengemeinde die erforderlichen vertraglichen Vereinbarungen vorzubereiten.

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