Bildung : Engpässe im Haushalt

Die Bildung ist kein kleiner Etat im Heidgrabener Haushaltsplan für 2014. Allein die Kostenbeiträge für Fahrschüler an weiterführenden Bildungseinrichtungen in Tornesch und Uetersen schlagen mit 342000 Euro zu Buche. Doch angesichts knapper Haushaltsmittel stehen selbst geringfügige Investitionen im Bereich Grundschule auf dem Prüfstand.

Avatar_shz von
05. März 2014, 21:25 Uhr

Ein Minus von 240000 klafft im Heidgrabener Haushaltsplan. Zur Deckung ist ein Darlehen von 100000 Euro notwendig, 140000 Euro werden aus Rücklagen genommen. Die Gemeindevertreter sind entschlossen, Kosten zu senken. Bürgermeister Udo Tesch und Finanzausschussvorsitzender Egbert Hagen erläuterten den Mitgliedern des Ausschusses für Kultur und Bildungswesen Details des Haushaltsplans.

1300 Euro für eine hellere Schulbeleuchtung, neues Mobiliar fürs Büro von Grundschul-Rektorin Ingeborg Liebich – für sich betrachtet sind das eher Bagatellen. Doch was tun, wenn im Verwaltungshaushalt keine freien Mittel zur Verfügung stehen. Die Ausschussmitglieder waren sich einig, dass die Ausgaben notwendig sind, doch eine Finanzierungszusage konnten sie ad hoc nicht geben. Jetzt muss in den Fraktionen darüber nachgedacht werden, woher die Mittel genommen werden könnten.

Schulleiterin Liebich wollte die Hoffnung auf neues Büroinventar nicht ganz aufgeben: „Auch bei Ikea gibt es schöne und praktische Möbel.“ Verwunderung kam bei einigen Ausschussmitgliedern über eingeplante Gas-, Strom und Bewirtschaftungskosten in Höhe von 83700 Euro für Grundschule und Turnhalle auf. „Dann müssen wir eben eine Solaranlage aufs Dach stellen“, kommentierte Bürgermeister Udo Tesch die Sorgen über expandierende Energiekosten.

Eine rege Diskussion gab es über den Antrag der Grundschule für eine Förderung des „Pony-Reitens“, das zu den Kursangeboten der offenen Ganztagsschule gehört. Angesichts der Schwierigkeit, 1300 Euro für die Erneuerung der Schulbeleuchtung aufzubringen, waren einige Ausschussmitglieder nicht zu überzeugen, dass Reitunterricht für einige Kinder eine schulische Aufgabe sei. Auch die Entscheidung hierüber wurde vertagt.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert