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Einwände : Endet Schafweide-Streit vor Gericht?

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Landet der Streit um den Supermarkt auf der „Schafweide“ vor Gericht? Mit der Beauftragung eines renommierten Anwalts haben Moorreger Bürger zumindest für eine Verzögerung des Verfahrens gesorgt. Während der jüngsten Gemeindevertretersitzung konnte der Bebauungsplan für das Gelände an der B431 jedenfalls nicht wie vorgesehen verabschiedet werden.

shz.de von
erstellt am 23.Dez.2012 | 22:17 Uhr

Eigentlich sollten die im Rahmen des öffentlichen Anhörungsverfahrens gemachten Bedenken von Bürgern, Organisationen und Behörden bewertet werden. Dickster Brocken waren die Einwendungen, die Dr. Wilhelm Mecklenburg erarbeitet hatte. Der Pinneberger Anwalt gilt als sehr erfahren in Auseinandersetzungen um Großprojekte, wie der A20 und der Pinneberger Westumgehung.

Der Einsatz des Juristen und Physikers soll nach UeNa-Informationen die Gemeinde beeindruckt haben. Um auf der sicheren Seite zu sein, wurde eigens ein Anwalt beauftragt, die Kommentare zu den Mecklenburgischen Einwendungen zu erarbeiten. In zwei Fällen kam dieser Jurist allerdings zu dem Ergebnis, dass die Bedenken berechtigt sind. Und so musste Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg (CDU) verkünden, dass ein Teil des Bebaungsplanes für die Schafweide ein zweites Mal ausgelegt werden muss. Dies kann in einer verkürzten Frist von 14 Tagen erfolgen, die allerdings noch nicht festliegt. Nichtsdestotrotz wägte die CDU-Mehrheitsfraktion die geäußerten Bedenken weg und verabschiedete den Bebauungsplan ohne die beiden Änderungen. Aufgestellt werden soll der Bebauungsplan endgültig während einer außerordentlichen Gemeindevertretersitzung am 4. Februar. Dann liegen auch Ergebnisse der Auslegung für die beiden Änderungen vor. Unklar sind allerdings noch Verkehrsfragen, etwa wie die Fahrzeuge von der B431 auf das Supermarktgelände gelenkt werden. Die Planer des Geländes hatten während der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses im Oktober erklärt, dies sei Sache des „Landesbetriebes Straßenbau und Verkehr“ in Itzehoe. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Uwe Mahnke wendete sich an diese Landesbehörde und bekam die Antwort, dass die Gemeinde für die Bauleitplanung verantwortlich sei. „Ja was denn nun?“, wollte Mahnke wissen, bekam jedoch keine Antwort. Klar scheint bisher nur zu sein, dass es eine Ampel an der Wedeler Chaussee gibt und die vom Investor der Schafweide, EVM, bezahlt wird.

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