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Uetersener Nachrichten

21. Oktober 2017 | 09:38 Uhr

Information : Ende der Polizeistation

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Nachricht, dass die Polizeistation Tornesch zum 1. März 2016 geschlossen und die Dienststellen Tornesch und Uetersen am Standort Uetersen zusammengelegt werden sollen, hat Bürgermeister Roland Krügel nicht überrascht.

shz.de von
erstellt am 18.Mär.2015 | 18:27 Uhr

„Das Land hat kein Geld. Selbst wenn wir unseren Unmut äußern, können wir die Schließung wohl nicht verhindern“, sagte er in der Sitzung der Tornescher Ratsversammlung. Er kündigte an, den leitenden Polizeidirektor der Polizeidirektion Bad Segeberg (zuständig für die Kreise Segeberg und Pinneberg) Andreas Görs zu einer der nächsten Sitzungen des Hauptausschusses einzuladen.

„Er kann uns und der Öffentlichkeit dann erläutern, warum die Schließung der Polizeistation Tornesch erfolgen soll und wie die polizeiliche Arbeit nach der Zusammenlegung mit der Station Uetersen geplant ist“, so Bürgermeister Roland Krügel. Er wolle nicht der Überbringer „der schlechten Nachricht“ sein.

Im Rahmen der Debatte zur Fusion Tornesch-Uetersen hatten Fusionsgegner ins Feld geführt, dass die Tornescher Polizeistation nach einer Fusion dann wohl nicht eigenständig bestehen bleiben würde. Bürgermeister Roland Krügel hatte sich als Befürworter der Städte-Fusion dazu nicht öffentlich geäußert.

Doch was ihn bei den jetzigen Planungen stört, ist, dass die Polizeistation, von der aus die Polizeikräfte dann agieren werden, nicht zentral liegt, sondern kurz vor „Ueterst End“. Von der Polizeistation Uetersen bis zu einem Einsatz an der Autobahn sei es kein Katzensprung, macht Roland Krügel auf die Wegstrecke und die Verkehrssituation aufmerksam. „Wenn in Höhe des Netto-Marktes oder des Hagebau-Marktes eine gemeinsame Polizeistation beheimatet wäre, wäre es für Tornesch wohl leichter zu akzeptieren, keine eigene Polizeipräsenz mehr zu haben. Denn eine nahe gelegene Polizeistation vermittelt den Bürgern doch irgendwie Sicherheit“, so Roland Krügel.

Dass die Ansprechpartner sich durch die Zusammenlegung nicht ändern würden, begrüßt er. Aber so eine Zusammenlegung sei auch immer ein erster Schritt zur Stelleneinsparung, merkt er an.

Aktuell arbeiten unter Leitung von Polizeihauptkommissar Hans-Otto Crantz zwölf Polizeikräfte in der Tornescher Station. Es gab schon eine Zeit mit 14 Kräften. Doch der Ausfall durch Mutterschutz und die Versetzung eines Mitarbeiters zur Leitstelle wurden nicht durch Neueinstellungen kompensiert.

Und so ist es schon bereits jetzt hin und wieder der Fall, dass die Station tagsüber zeitweise nicht besetzt ist, weil alle diensthabenden Kräfte zu Einsätzen oder im Streifendienst unterwegs sind.

In der Polizeidirektion Bad Segeberg nachgefragt

Wie von Frank Matthiesen, Stellvertretender Leiter der Polizeidirektion Bad Segeberg, zu erfahren war, wird voraussichtlich noch im ersten Halbjahr 2015 an das zuständige Landespolizeiamt ein Organisationsänderungsantrag gestellt. Dem geht der Abschluss der behördeninternen Meinungsbildung unter Einbeziehung der Personalvertretung der Mitarbeiter und eine Erläuterung des Vorhabens vor den kommunalen Gremien voraus.

Parallel zum Organisationsantrag wird ein Personalkonzept erstellt. Die Fusion der Polizeistationen Tornesch und Uetersen soll nicht zu Planstelleneinsparungen führen. Eine weitere Nutzung der Räume der Tornescher Polizeistation am Thujaweg durch die Polizeidirektion Bad Segeberg ist vorstellbar, da die Behörde Raumbedarfe hat.

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