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Uetersener Nachrichten

16. August 2017 | 22:22 Uhr

Elterngruppe steht vor dem Aus

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

engagement„Eltoki“ organisiert Theateraufführungen für Kinder − doch die Führungsspitze tritt ab und findet keine Nachfolger

Seit 20 Jahren organisiert „Eltoki“ („Eltern Tornescher Kinder“), jährliche Theaterbesuche für Kita- und Schulkinder in der Stadt. Stets waren die Aufführungen für die Kleinen eine willkommene Abwechslung, so auch in diesem Jahr, als erneut ins Pomm 91 eingeladen wurde. Doch damit könnte bald Schluss sein. Die derzeitigen Ehrenamtler werden ihre Posten zum 1. Oktober zur Verfügung stellen – und Nachfolger sind nicht in Sicht.

„Eltoki stirbt!“, mit diesen drastischen Worten macht Sabine Mennerich in einem Flyer auf die Situation aufmerksam. Mennerich leitet den Zusammenschluss Tornescher Eltern gemeinsam mit Andrea Barucha, Anja Ohmes und Kerstin Ahrens. „Als wir angefangen haben, waren es noch zehn, elf Eltern“, sagt Mennerich. Seit vier Jahren ist sie mittlerweile dabei. Ihre zwei Kinder sind zehn und 19 Jahre alt. Entsprechend sei für sie nun der Zeitpunkt gekommen, die Leitung in neue Hände zu geben, erläutert Mennerich. Dasselbe gilt für die übrigen Mitstreiter. Die vier Frauen geben die Leitung geschlossen ab.

Kein Kindertheater in Tornesch? Das ist nur schwer vorstellbar, schließlich organisiert Eltoki seit 1997 für sämtliche Kindergartenkinder sowie diejenigen der ersten und zweiten Schulklassen einmal pro Jahr eine entsprechende Aufführung. Auch die Einrichtungen in der Nachbargemeinde Heidgraben wurden stets einbezogen. Vier Aufführungen an zwei Tagen gab es in diesem Jahr. Rund 600 Kinder konnten sich über die Aufführung der Stücke „Simon und Nuna“ und „Gib her“, gespielt von Puppenspieler und Schauspieler Manuel Virnich, dem Gründer des Mapili Theaters, freuen. 3,50 Euro pro Kind wurden dafür berechnet.

„Das Angebot ist sehr gut angenommen worden“, berichtet Mennerich. Stets habe sie in strahlende Kinderaugen geblickt. Doch ob es diese auch im kommenden Jahr geben wird, ist fraglich. Bis zum 1. Oktober müssten sich mögliche Nachfolger melden, „sonst ist es erledigt“, macht Mennerich die Situation deutlich. Sie betont: „Es tut mir leid für die Kinder, aber wir schaffen es nicht mehr.“

Darsteller kontaktieren, Stücke und Termine aussuchen, Einladungen an Schulen und Kindergärten versenden und die Eintrittsgelder einsammeln. Das sind die Hauptaufgaben, die Eltern zu leisten hätten, erläutert Mennerich. Hinzu komme die Vorbereitung des Saals in der Begegnungsstätte Pomm 91 und die Begleitung der Vorstellung, die stets im Frühjahr stattfindet. „Es ist keine Arbeit, für die man sich jede Woche treffen muss“, so Mennerich, die ihren Nachfolgern weiterhin beratend zur Seite stehen würde. Jeder könne sich bei Eltoki je nach Begabung und Zeit einbringen und seinen Beitrag leisten − und dafür mit strahlenden Kinderaugen belohnt werden.


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Für weitere Informationen steht Sabine Mennerich unter Telefon (0  41  22) 71  52  74 zur Verfügung.

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erstellt am 01.Jun.2017 | 16:06 Uhr

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