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Uetersener Nachrichten

19. August 2017 | 21:06 Uhr

Problem : Eltern wollen Hort behalten

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Eltern, deren Kinder eine der beiden DRK-Hortgruppen an der Johannes-Schwennesen-Schule besuchen, haben die Befürchtung, dass ab dem Schuljahr 2012/2013 dieses Betreuungsangebot nach dem Kindergartengesetz in ein ausschließlich flexibles Betreuungsangebot nach dem Schulgesetz wie an der Fritz-Reuter-Schule umgewandelt wird. Denn es besteht erstens ein Beschluss des Ausschusses für Jugend, Sport, Soziales, Kultur und Bildung, an beiden Grundschulen ein gleiches Betreuungsangebot vorzuhalten und zweitens ein Beschluss, der den Bestand der beiden DRK-Hortgruppen an der Johannes-Schwennesen-Schule vorerst nur bis zum Ende des Schuljahres 2011/2012 sichert.

Als Elternvertreterin der DRK-Hortgruppe I übergab Kirstin Zöllner in der Sitzung des Ausschusses für Jugend und Sport an den Ausschuss-Vorsitzenden Horst Lichte (SPD) eine Liste mit Unterschriften von Eltern, die sich für den Erhalt der Hortgruppen an der Johannes-Schwennesen-Schule aussprechen. „Wir wollen, dass unsere Kinder in kontinuierlichen Gruppenstärken und gleichen Räumen von qualifizierten Kräften betreut werden“, so Kirstin Zöllner.

Sie betonte, dass die Eltern der DRK-Hortkinder befürchten, dass vor dem Kostenhintergrund die Qualität der Betreuung nach Schulgesetz auf der Strecke bleiben könnte. „Außerdem gibt es bei der Betreuung nach Schulgesetz keine Sozialstaffel. Etliche Eltern sind darauf aber angewiesen, denn ihre Kinder brauchen nicht nur an einem oder zwei Tagen eine Betreuung, sondern an fünf Tagen in der Woche. Und außerden, wo wollen Sie die Kinder unterbringen, wenn in einer Betreuungsklasse bis zu 25 Kindern sein können? An der Schwennesen-Schule steht nicht so viel Platz wie an der Fritz-Reuter-Schule zur Verfügung“, merkte Kirstin Zöllner an.

Auch Sozialamtsleiterin Sabine Kählert bestätigte, dass an der Schule keine weiteren Raumkapazitäten für die Betreuung von Grundschülern zur Verfügung stehen. „Wenn wir aber bei der Hortregelung bleiben, können im kommenden Schuljahr nicht alle für eine Betreuung angemeldeten Kinder berücksichtigt werden.“ Für 48 künftige Erstklässler sei ein Betreuungswunsch angemeldet worden. In den beiden Hortgruppen würden jedoch nur sieben freie Plätze entstehen, so Sabine Kählert.

Zu dem Betreuungsangebot an der Johannes-Schwennesen-Schule gehört neben den beiden Fünf-Tage-Hortgruppen noch eine Betreuungsklasse mit flexiblen Betreuungszeiten (insgesamt wird dadurch für 70 Kinder eine Betreuung ermöglicht). „Die Mehrzahl der Eltern zieht aus vielerlei Gründen eine Betreuung ihres Kindes im Hort einer Betreuung in der Betreuungsklasse vor“, so Kirstin Zöllner. Ausschuss-Vorsitzender Horst Lichte antwortete ihr: „Wir haben die Notwendigkeit des Handelns erkannt.“ Die Verwaltung kündigte an, in der Februarsitzung ein Konzept vorzulegen.

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erstellt am 18.Nov.2011 | 22:10 Uhr

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