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DRK-KIta Friedlandstraße : Eltern sind sich einig

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Unmittelbar vor den Weihnachtsfeiertagen waren mehr als ein Drittel der Eltern von Kindern aus dem DRK-Kindergarten Friedlandstraße einer Einladung zu einer außerordentlichen Elternversammlung gefolgt. Die Versammlung war kurzfristig von der Elternbeiratsvorsitzenden Jessica Hildwein einberufen worden, um die Eltern über den aktuellen Stand und die politische Beschlusslage zum Thema Kindergartenabriss und Neubau am bisherigen Standort zu informieren. Auch Mitglieder der Kreiselternvertretung, die für Donnerstag, 12. Januar 2012, Politik, Verwaltung, Kindergartenträger, Erzieher und Eltern an einen Runden Tisch bittet, waren vertreten.

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erstellt am 27.Dez.2011 | 20:40 Uhr

„Die zur Versammlung anwesenden Eltern haben sich einstimmig für den Schützenplatz als Wunsch-Standort für den neuen Kindergarten ausgesprochen“, heißt es in einer Presseerklärung der Kreiselternvertretung. In dem mehr als zwei Stunden dauernden regen Gedankenaustausch sei mit Gerüchten aufgeräumt und die Elternschaft über den aktuellen Stand der Dinge und die von der Politik bislang vorgebrachten Argumentationen informiert worden, so Claudia Harder, Stellvertretende Vorsitzende der Kreiselternschaft. Sie verweist darauf, dass vonseiten der Eltern der Vorwurf an die Politik laut geworden ist, mangelhaft in die Kindergartenneubau-Thematik einbezogen und informiert worden zu sein. „Wir als Kreiselternvertretung stehen hinter den Wünschen der Kinder und Eltern des Kindergartens Friedlandstraße und sehen den für den 12. Januar durch uns und den Eltern des Kindergartens geplanten Runden Tisch als unbedingt notwendig an“, so die Kreiselternvertretung.

Zusagen von den Fraktionen der SPD und der CDU würden bereits vorliegen. Eltern der DRK-KiTa-Friedlandstraße werfen Politikern von CDU und Bündnis 90/Grüne Hinhalte- und Verzögerungstaktik vorJessica Hildwein, Gesamtelternvertreterin des DRK-Kindergartens Friedlandstraße, sieht in der Resonanz auf den kurzfristig einberufenen Elternabend und die einstimmige Haltung der anwesenden Eltern zum „Kindergarten-Wunsch-Standort Am Schützenplatz“ eine Bestätigung der bisherigen Vorgehensweise der Gesamtelternvertretung. „Uns war von einigen Politikern vorgeworfen worden, wir würden die Meinung der Eltern nicht kennen. Dieser Vorwurf ist mit dem Ergebnis des Elternabends eindeutig widerlegt“, so Jessica Hildwein.

Sie und die zum Elternabend anwesenden Eltern kritisieren, dass die Christdemokraten in der Presse das Legionellen-Problem im Kindergarten „außen vor sehen“ und den Eindruck vermitteln, als sei Zeit, den Kindergartenneubau noch einmal zu durchdenken. Nach wie vor sei das Legionellen-Problem akut, regelmäßig und in kurzen Abständen müssten Filter an verschiedenen Stellen der Wasserversorgung angebracht und Wasserproben entnommen werden, um eine Gesundheitsgefährdung der Kinder auszuschließen. Erst vor wenigen Tagen seien an 13 Stellen erneut Wasserproben entnommen worden. Die Eltern werfen den Christdemokraten zudem vor, mit falschen Zahlen zu den Kosten der Heizungsanlage zu argumentieren. Die Kosten würden sich nicht auf 80000 Euro, sondern auf genau 24287,90 Euro belaufen. „Die Baufälligkeit des Kindergartens ist schon seit Jahren bekannt und wurde in den Beiratssitzungen auch immer wieder thematisiert. Alle Parteien haben den Einbau kleiner, transportabler Heizkessel befürwortet“, betont Elternvertreterin Jessica Hildwein.

Zudem werfen die Eltern den Christdemokraten und Grünen in Bezug auf einen Kindergartenneubau Verzögerungs- und Hinhaltetaktik und das Verschweigen der wahren Gründe für die Standort-Entscheidung Friedlandstraße vor. Irritiert sind die Eltern von Äußerungen der CDU-Spitze, dass die Johannes-Schwennesen-Schule nicht ausbaufähig sei und der Schulstandort aufgrund der Schülerzahlen keine dauerhafte Perspektive habe. Dann müssten viele Kinder einen weiteren Schulweg als bisher zurücklegen. Vor dem Hintergrund, dass eines der Hauptargumente von CDU und Grünen die fußläufige Erreichbarkeit des Kindergartens ist, sei diese Überlegung nicht nachzuvollziehen.

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