Moorrege : Eltern fordern eine offene Ganztagsschule

Eltern setzen sich für eine Modernisierung der Regionalschule Moorrege (RegMo) ein. Das Angebot soll zur offenen Ganztagsschule erweitert werden und der bauliche Zustand ist in ihren Augen auch verbesserungsbedürftig. Die Politiker wollen nun erst einmal prüfen, wurde während der jüngsten Sitzung der Verbandsversammlung beschlossen. In dem Gremium sitzen Gemeindevertreter aus den vier, das Schulzentrum tragenden Kommunen Moorrege, Heist, Haseldorf und Haselau.

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25. April 2013, 22:00 Uhr

Schulelternbeiratsmitglied Jürgen Olde nutzte die Einwohnerfragestunde der Versammlung zu einem Plädoyer für eine bessere Schule. „Wir haben uns Gedanken gemacht, wie die Schule langfristig gesichert werden kann“, so der Haseldorfer. Finanziell könnte man die Einführung der Ganztagsschule und die Verbesserung der baulichen Substanz wuppen. Modernisierungsbedarf sieht man auch in der Schulkonferenz, die paritätisch aus Lehrern, Eltern und Schülern besteht. Während einer Sitzung am 18. April wurde einstimmig ein Antrag an die vier Kommunen beschlossen, ein offenes Ganztagsangebot zu entwickeln. Rektorin Karen Frers hatte ihn in die Verbandsversammlung eingebracht.

Dass die Politiker etwas tun müssen, haben sie auch schriftlich vom Schulrat Dirk Janssen bekommen. Investitionen sollten getätigt werden, um die Attraktivität zu erhalten. Mittelfristig sieht er sonst den Standort in Gefahr.

In Uetersen hat man an der Rosenstadtschule und in Wedel an der Gebrüder-Humboldt-Schule investiert mit einer offenen Ganztagsschule plus Mensa. In der Gemeinschaftsschule der Rolandstadt gibt es zudem eine gymnasiale Oberstufe.

Die RegMo hat zwar derzeit so viele Schüler wie seit Langem nicht mehr. Doch ein starker Zulauf aus Wedel kann durch die Ablehnung von Bewerbern an der Gebrüder-Humboldt-Schule erklärt werden. Weiterhin ist die Zahl der Fünftklässler in Moorrege rückläufig. Der demografische Wandel mit immer weniger Schülern kommt hinzu.

„Wir wollen die Schule zukunftssicher machen“, hielt sich Verbandsvorsteher Karl-Heinz Weinberg (CDU) bedeckt. Inhaltlich äußerte sich weder der Moorreger Bürgermeister, noch einer der Poltiker zu den Vorstellungen aus der Elternschaft. Man beschloss lediglich, eine Arbeitsgruppe zu installieren, in der sich neben den Politikern die Elternvertreter, die Amtsverwaltung und die Lehrer engagieren. „Es gibt eine ganze Menge offene Fragen“, so der Haselauer Bürgermeister Rolf Herrmann (CDU). Eine Diskussion über die offene Ganztagsschule hatte es in Moorrege bereits 2009 gegeben, als aus dem Schulzentrum eine Regionalschule wurde. Besonders die Sozialdemokraten setzen auf diese Variante. Man wollte prüfen. Danach wurde das Thema nicht wieder angefasst.

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