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Uetersener Nachrichten

17. August 2017 | 05:55 Uhr

Fazit : Elmshorns Stadtkultur boomt

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Kulturelle städtische Einrichtungen wie Volkshochschule, Stadtbücherei, Industriemuseum und Stadtarchiv haben in Elmshorn ein positives Jahr hinter sich und verstärkten die Kooperation untereinander. Gestern wurden die Bilanzen vorgestellt. „Alle Einrichtungen entwickelten sich deutlich weiter“, sagte Kulturamtschefin Rita Schliemann. Im Falle des Stadtarchivs zeigte sich das auch in der Zahl der Besucher: 500 sind es inzwischen pro Jahr, Tendenz steigend. Leiter Peter Köhnke ist mit dieser Entwicklung zufrieden: „Wir sind kompetente Ansprechpartner für immer mehr Nutzer.“ Kernaufgabe ist die Sichtung, Bewertung und Archivierung von Verwaltungsakten. Hinzu kommt die Digitalisierung historischer Fotos und der Personenstandsregister sowie die Herausgabe der Bände zur Stadtgeschichte.

Den möglicherweise größten Wandel erlebt die Stadtbücherei, die nach den Worten von Leiterin Angelika Hoch-Beig zunehmend zu einem Ort des Arbeitens wird. „Viele Leute sitzen hier den ganzen Tag“, sagte sie, eine Möglichkeit, die vor allem Flüchtlinge nutzen, um zu recherchieren und zu lernen. Allerdings ist die Zahl der Ausleihen nach einer Gebührenerhöhung Mitte des vergangenen Jahres leicht gesunken. „Damit haben wir gerechnet, aber merken jetzt auch, dass sich die Zahl wieder stabilisiert“, so Hoch-Beig. Im Durchschnitt kamen 672 Besucher pro Tag.

Mit ähnlichen Zahlen kann die Elmshorner Volkshochschule (VHS) aufwarten. 610 Besucher kommen täglich zum Unterricht in das Haus. „Lernen und Begegnung verschmelzen bei uns zunehmend zu einer Einheit“, sagte Leiterin Karen Wurr-Feldman. Dabei stehen Themen rund um Beruf und Arbeit besonders hoch im Kurs, ebenso wie die Deutschkurse für Flüchtlinge. „Die Zahl der durchgeführten Kurse und Unterrichtsstunden ist im Vergleich zum Vorjahr um rund fünf Prozent gestiegen“, sagte sie. Dabei sei es gelungen, das Qualitätsniveau ebenfalls auszubauen. Dieser positive Trend spiegelt sich auch in den Einnahmen wider. Weil sie stiegen, wurde der städtische Zuschuss von 373000 Euro nicht voll ausgeschöpft. Die Zahl der Besucher im Industriemuseum ist im vergangenen Jahr von 11705 auf 10473 gesunken. Für Leiterin Bärbel Böhnke die logische Konsequenz aus den Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen, in deren Verlauf weite Teile der Dauerausstellung zeitweilig nicht zugänglich waren, die jetzt aber abgeschlossen seien. „Das Museum entwickelt sich allerdings immer mehr zu einem Ausflugsziel für Elmshorner und Besucher aus dem weiteren Umland“, sagte sie.

In diesem Jahr wird die Einrichtung 25 Jahre alt. Gefeiert wird das unter anderem mit drei Sonderausstellungen.

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erstellt am 22.Feb.2016 | 19:54 Uhr

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