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Uetersener Nachrichten

17. August 2017 | 17:41 Uhr

Schneetreiben : Elmshorns Mount Holstenberg

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Na bitte, geht doch! Im Garten von Familie Holstenberg/Dreyer hat es gestern geschneit. Gewissermaßen! Das ging allerdings nicht ohne menschliche Hilfe, denn auch in der Elmshorner Franz-Marc-Straße pendelten die Temperaturen zwischen 12 und 14 Grad. Also karrte ein Sattelschlepper die weiße Pracht ran und läuteten damit ein Schneefest ein. Zwar war die Pracht von kurzer Dauer und nach einigen Stunden buchstäblich Schnee von gestern. Die Erinnerung allerdings dürfte unvergänglich sein. 40 Kubikmeter Schnee hatte Anja Holstenberg bei einem Gewinnspiel gewonnen. Dafür musste sie zwei Fragen beantworten, nämlich die, ob sie weiße Weihnachten haben wolle, und die nach dem Warum.

Vor allem der Grund für ihren Wunsch lag Anja Holstenberg am Herzen, was sie in ihrer Antwort auch zum Ausdruck brachte. Sie wolle Flüchtlingskinder damit beschenken, ihnen, die zumeist aus warmen Ländern stammen, zeigen, wie sich Schnee anfühlt und was man damit machen kann.

Das überzeugte die Juroren, die für eine große deutsche Boulevardzeitung die Sieger auswählen sollten. Anja Holstenberg ist eine von insgesamt sieben Gewinnern, die mit einer Ladung Schnee aus dem Snow Dome in Bispingen belohnt wurden. Weil der Sattelschlepper aber nur bis zum Wendehammer vor dem Garten der Familie kam, packten gestern Nachbarn, Freunde und Mit-Fußballer mit an und transportierten den Schnee per Schubkarre auf den Rasen.

Übrigens nicht durchgehend motiviert, sondern auch schon mal mit leichtem Knurren, Schneeschaufeln ist bekanntlich Knochenarbeit und ein milder Winter damit durchaus von einem gewissen Vorteil. Umringt wurden sie dabei von zahlreichen Journalisten, denen sie nebenbei geduldig Rede und Antwort standen. „Ich finde es ganz toll, dass uns die Nachbarn helfen“, sagte Anja Holstenberg, die den Besuchern in ihrem Garten Winterpunsch und Kekse anbot.

Über Antje Thiel, Leiterin des Elmshorner Willkommensteams war der Kontakt zu den Flüchtlingen hergestellt worden. „Eigentlich wollte ich längst auf der Autobahn und auf dem Weg zu meiner Familie sein“, sagte Antje Thiel. Diese Aktion habe sie sich allerdings nicht entgehen lassen wollen. So wie ihr ging es zahlreichen Schaulustigen und den zu Spitzenzeiten 17 Kindern, die bis in den späten Nachmittag hinein rodelten und Schneeballschlachten machten.

Nur die neu angekommenen Kinder aus dem Iran, aus Syrien, Afghanistan, Eritrea und dem Irak ließen sich nicht blicken, so sehr alle anwesenden Kinder auch nach ihnen Ausschau hielten.

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erstellt am 23.Dez.2015 | 19:16 Uhr

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