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Hochwasser : Elmshorner THW nach Wittenberg ausgerückt

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Entlang der Elbe rüsten sich Bewohner und Rettungskräfte seit Tagen für ein Rekordhochwasser. Bis Mitte der kommenden Woche werden im Bereich der Oberelbe Pegelstände von zehn Meter und mehr erwartet. Im Kreis Pinneberg, der nach jetzigem Stand nicht betroffen sein wird, bereiten sich die Einsatzkräfte intensiv darauf vor, die Menschen in den betroffenen Regionen zu unterstützen.

shz.de von
erstellt am 06.Jun.2013 | 18:18 Uhr

„Wir sind darauf eingestellt, mit Leuten und Gerät zu helfen“, sagte Edgar Konetzny, Einsatzleiter beim beim Technischen Hilfswerk (THW) Elmshorn (kleines Foto). Zehn seiner Kameraden sind in der Nacht zu Mittwoch in Richtung Wittenberg aufgebrochen. Voraussichtlich eine Woche werden sie bleiben und vor Ort beim Abpumpen des Wassers helfen.

Außerdem hat der Kreis Pinneberg 60000 Sandsäcke zur Verfügung gestellt, die das THW inzwischen in die Krisenregion gebracht hat. „Sie werden vor Ort befüllt. Das macht im Augenblick vor allem die Bundeswehr“, so Konetzny. Bislang gibt es keine Anforderung für die beiden Sandsackfüllanlagen, die der Kreis Pinneberg besitzt. Eine steht in Elmshorn beim THW, eine bei der Straßenmeisterei in Moorrege.

Mit ihnen können bis zu 1500 Sandsäcke pro Stunde gefüllt werden. „Wir rechnen jederzeit mit einer Anfrage und könnten die Geräte sofort ausliefern“, sagte Einsatzleiter Konetzny. Den Weg dafür machte der Kreis frei, indem er die beiden Geräte gestern offiziell dem THW übergab. Dadurch können die Einsatzleiter jederzeit reagieren, wenn eine Bitte um technische Hilfeleistung eingeht, ohne vorher die Genehmigung einholen zu müssen.

Während sich Konetznys Kameraden längst darauf eingestellt haben, Dienst in den Hochwassergebieten leisten zu müssen, sind die Kreis Pinneberger Feuerwehren bislang nicht gefragt. „Wir sind zwar nicht völlig entspannt und stehen bereit, in die Hochwassergebiete auszurücken, aber wir rechnen im Augenblick nicht mit einer Anforderung“ sagte der stellvertrehende Kreisbrandmeister Frank Homrich.

Auch mit einem Einsatz vor Ort rechnet Homrich nicht und teilt damit die Einschätzung der Katastrophenschutzexperten. „Wir profitieren hier von der Breite der Elbe“, sagte er. Auch Jürgen Tober, Leiter des Katastrophenschutzstabes im Kreis Pinneberg, erwartet nicht, dass das Hochwasser die Unterelberegion tangiert. „Die Erfahrungen vergangener Jahrzente haben gezeigt, dass Hochwasser im Bereich der Oberelbe nur minimale Auswirkungen auf die Pegelstände der Elbe im Bereich des Kreisgebietes hat“, sagte er gestern unserer Zeitung.

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