zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

22. August 2017 | 06:09 Uhr

Jahrestreffen : Elmshorner Themen erörtert

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Nur Bares ist Wahres.“ Mit diesen Worten hat Bürgermeister Volker Hatje seinem Wunsch Ausdruck verliehen, dass Elmshorn zukünftig bei der Verteilung von Mitteln aus dem kommunalen Finanzausgleich des Bundes unmittelbarer profitieren möge.

Die Finanzen der Stadt Elmshorn haben im Mittelpunkt des Jahrestreffens gestanden, zu dem sich der Elmshorner SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann zusammen mit Landtagsabgeordneter Beate Raudies und Elmshorns SPD-Fraktionssprecher Ulrich Lenk im Rathaus eingefunden hatte. In entspannter Atmosphäre wurden ferner die Themen Stadtumbau West, Stadtentwicklung, bezahlbarer Wohnraum, der mögliche Bau einer betriebsnah gelegenen Kindertagesstätte am „Grauen Esel“ und die Unterbringung von Flüchtlingen angesprochen.

Bislang werden die Mittel aus dem Finanzausgleich über den Kreis verteilt. „Ich hoffe auf eine Entzerrung“, so der Verwaltungschef, der ausdrücklich betonte, dass die Zusammenarbeit mit dem Kreis und dem Landrat ausgezeichnet sei. Er geht davon aus, dass der Kreis seine Bilanzen offen legt und Zahlungsströme transparent macht. Der Auffassung von Raudies, dass es für Elmshorn richtig war, nicht unter den sogenannten Rettungsschirm des Landes Schleswig-Holstein zu treten, sondern aus eigener Kraft zu versuchen, sich aus der klammen Finanzlage zu befreien, stimmten alle Gesprächspartner zu.

Als städtebauliche Zäsur bezeichnete Rossmann die Fördermaßnahmen des Projektes Stadtumbau West im Bereich des Quartiers Krückau-Vormstegen. „Hier wird die letzte Weltkriegslücke der Stadt für den Wohnungsbau geschlossen“, sagte er. Die Bundesmittel für Stadtbauförderung seien von 457 Millionen auf 700 Millionen Euro aufgestockt worden. Sechs Millionen Euro kämen davon jährlich in Elmshorn an.

Der Idee im Gewerbegebiet „Grauer Esel“ eine betriebsnahe Kindertagesstätte zu bauen, konnten alle Gesprächspartner Positives abgewinnen.

„Wir konnten es bisher vermeiden, die uns zugewiesenen Flüchtlinge in Sammelunterkünften unterzubringen“, berichtete Hatje. Ein Ende dieses optimalen Zustands naht, wenn die prognostizierten weiteren 120 Asylsuchenden ankommen.

„Wir sitzen mit der Wohnungswirtschaft zusammen, um Projekte auf den Weg zu bringen und Lösungen zu finden“, ergänzte Hatje. Elmshorn habe in der Vergangenheit viel in den Wohnungsbau investiert. „Wir haben keine Wedeler Verhältnisse, die Mieten bewegen sich in einem ordentlichen Rahmen“, so der Bürgermeister. Jetzt hat für ihn Einzelhaus-Bebauung Priorität. „Wir wissen, dass es eine starke Nachfrage gibt“, sagte er.

zur Startseite

von
erstellt am 23.Apr.2015 | 18:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert