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Uetersener Nachrichten

17. Oktober 2017 | 15:29 Uhr

Kunstprojekt : Elmar bringt Kinder zusammen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Nach dem Rellinger Rathaus und der Pinneberger Drostei ist das Kreishaus in Elmshorn nun die dritte Station der Ausstellung „Wir sind alle gleich – und doch ist jeder anders“. Sie ist das Ergebnis eines vom Verein Selenogradsk initiierten Kunstprojektes von behinderten und nicht behinderten Kindern aus Deutschland und Russland und wurde am Donnerstag mit einer Vernissage feierlich eröffnet.

shz.de von
erstellt am 07.Jun.2013 | 21:10 Uhr

„Die Exponate sprechen für sich und zeigen, wie viel Freude die Schülerinnen und Schüler bei der gemeinsamen Arbeit hatten“, sagte Andreas Köhler, Leiter des Fachbereichs Bürgerservice, Recht und Bauen in der Kreisverwaltung. Das Kreishaus sei durch die Ausstellung ein Stück bunter geworden. Köhler lobte insbesondere den Verein Selenogradsk: „Im Rahmen dieses international angelegten Projektes wurden deutsche und russische Kinder zusammengebracht. Das allein ist schon ein weiterer Erfolg der Vereinsarbeit“, sagte er.

Im vergangenen Jahr war eine russische Kindergruppe der Tagesförderstätte „Rutchinjok“ in Selenogradsk zu Gast im Kreis Pinneberg. Zusammen mit Kindern der Heidewegschule in Appen-Etz wohnten sie zehn Tage lang in der Jugendbildungsstätte in Barmstedt und arbeiteten an den Exponaten für die Ausstellung. In deren Mittelpunkt steht der kunterbunte Elefant Elmar aus der gleichnamigen Geschichte von David McKee. Elmar hat es satt, immer auf sein ungewöhnliches Aussehen angesprochen zu werden. Kurzerhand färbt er sich grau wie seine Artgenossen, stellt dann aber fest, dass es sehr schön sein kann, anders als andere zu sein. Auf der Grundlage dieser Geschichte fertigten die Kinder und Jugendlichen Fotocollagen, Masken, große Batiken und Figuren aus Pappmachée, darunter auch Elmar.

Gabriele Kascha, Vorsitzende des Vereins Selenogradsk, erinnerte an die schlechte Situation vieler behinderter Kinder in Russland. „Behinderte Kinder gehören zu uns, sie bereichern unser Leben und sind ein Geschenk“, sagte sie vor dem Hintergrund, dass auch in Russland Kinder mit Behinderung immer noch am Rande der Gesellschaft leben und nicht die Förderung bekommen, die notwendig wäre.

Bis 15. August ist die Ausstellung vor den Sitzungsräumen im ersten Stock des Kreishauses geöffnet. Dann wird sie zum nächsten Ort „wandern“. Eines Tages dann, so stellt es sich Gabriele Kascha vor, sollen die Exponate versteigert werden, damit weitere Projekte dieser Art finanziert werden können. Die Chancen, dass viele der Objekte dann einen neuen Besitzer finden, stehen gut. Schon jetzt gibt es zahlreiche Kaufangebote.

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