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Uetersener Nachrichten

16. Dezember 2017 | 08:49 Uhr

Gasunie : Elbdüker besteht Stresstest

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Stresstests gibt es nicht nur für europäische Banken, sondern auch für technische Großanlagen. Bestanden hat diese Prüfung der neue Elbdüker, den die Gasunie Deutschland zwischen Hetlingen und Lühesand bauen ließ. Das Ergebnis einer 24-stündigen Druckprüfung für die beiden Erdgasleitungen verkündet das Hannoveraner Unternehmen mit niederländischen Wurzeln per Pressemitteilung: die Pipelines haben bestanden.

shz.de von
erstellt am 09.Apr.2015 | 21:29 Uhr

Nachdem Tunnelbohrung und der Einzug der Rohre erfolgreich abgeschlossen worden waren, ging es im nächsten Schritt darum, die Belastbarkeit der beiden Hochdruckleitungen mit einem Durchmesser von jeweils 75 Zentimetern zu überprüfen. Ein Hauptaugenmerk lag hier vor allem auf den Schweißnähten, die die einzelnen Pipelinestücke miteinander verbinden. Diese waren zuvor schon mit einem zerstörungsfreien Prüfverfahren per Ultraschall auf Herz und Nieren geprüft worden.

Für die Druckprüfung wurden beide Pipelinestränge mit Wasser befüllt und unter Druck gesetzt. „Die Pipeline ist für einen Nenndruck von maximal 84 bar ausgelegt“, erläutert Gasunie Oberbauleiter Daniel Bley das Verfahren. „Jetzt hatten wir über den Zeitraum von einem Tag konstant 126 bar Prüfdruck drauf, also das Anderthalbfache des genehmigten Wertes.“ Überwacht und abgenommen wird der Stresstest von Sachverständigen des TÜVs. Für Projektmanager Peter Arends von Gasunie ist damit ein weiterer wichtiger Meilenstein im Projekt erreicht: „In den nächsten Wochen können wir dann den Tunnel verfüllen und die Anbindung an die bestehenden Leitungen auf schleswig-holsteinischem und niedersächsischem Boden durchführen. Und dann fließt erstmals Erdgas durch den neuen Elbedüker.“ Das Projekt in Hetlingen trägt dazu bei, dass Deutschland und Skandinavien auch in Zukunft sicher mit Erdgas versorgt werden können. Bauherren sind die beiden Fernleitungsnetzbetreiber Gasunie und Open Grid Europe.

Doch mit der Indienststellung ist das Projekt noch nicht beendet. Der alte Düker muss noch rückgebaut werden. Über die letze Phase informiert die Gasunie die Marschmer während einer Veranstaltung am Dienstag, 28. April, um 19 Uhr im Schulungsraum des Feuerwehrgerätehauses. www.gasunie.de

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