Goldene Konfirmation in Uetersen : Einziehen wie damals vor 50 Jahren

Pastor Johannes Bornholdt freute sich über das Erscheinen von 15 Konfirmanden in der Erlöserkirche.
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Pastor Johannes Bornholdt freute sich über das Erscheinen von 15 Konfirmanden in der Erlöserkirche.

36 Männer und Frauen feiern in der Kloster- und in der Erlöserkirche ein Wiedersehen.

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11. Oktober 2017, 12:00 Uhr

Uetersen | Vor 50 Jahren wurden in den Gemeinden der Kloster- und der Erlöserkirche noch große Konfirmationen gefeiert. In der Klosterkirche ließen sich damals 130 Jugendliche konfirmieren und auch in der Erlöserkirche war der Jahrgang mit 85 Konfirmanden sehr groß. Zu dieser Zeit war der Eintritt in die Kirchengemeinde ein großes Ereignis, das für viele zwischen der Schulzeit und dem Beginn der Lehre stand. Man wurde mit der Konfirmation gewissermaßen ein ganzes Stück erwachsener. Am Sonntag feierten in den beiden Gemeinden die Pastoren Joachim Gorsolke (Klosterkirche) und Johannes Bornholdt (Erlöserkirche) einen Gottesdienst, der auch für die zahlreich angereisten „goldenen Konfirmanden“ ein besonderes Ereignis darstellte.

Wie vor 50 Jahren zogen die Konfirmanden in die Kirchen ein. In der Begrüßung vor dem Gottesdienst betonte Gorsolke, wie sehr er sich auf Ereignisse wie an diesem Tag freue: „Es liegt immer so eine positive Aufgeregtheit in der Luft, von der ein Funke auch auf mich überspringt.“ Von insgesamt 130 Konfirmanden des Jahrgangs 1967 konnten immerhin 106 ausfindig gemacht und angeschrieben werden. 21 von ihnen nahmen den teils weiten Weg auf sich, um im altbekannten Gemäuer der Kirche dabei sein zu können.

Neuerungen werden präsentiert

In der Erlöserkirche am Ossenpadd freute sich Pastor Bornholdt über das Erscheinen von 15 „goldenen Konfirmanden“. Auch hier konnten fast alle erreicht werden. „Das meiste hier in der Kirche werden sie noch genau so kennen“, so Pastor Bornholdt nach dem Gottesdienst. Er zeigte allerdings auch einige Neuerungen des Kirchengebäudes, wie beispielsweise das lichtdurchlässige Glasdach über dem Altar. Während dieser Runde wurde auch ein alter Zeitungsbericht aus den Uetersener Nachrichten von einer Konfirmandin vorgelesen.

Im Anschluss an die Gottesdienste wurde zum Mittagessen und später zum Kaffeetrinken eingeladen. Alle hatten die Chance, sich über die vergangenen Lebensjahre auszutauschen. Viele hatten sich nach der Schule aus den Augen verloren und so kamen interessante Gespräche zustande, die von Kindheitserinnerungen bis in die Gegenwart reichten. „Viele treten jetzt mit 65 Jahren in den Ruhestand ein. Es ist also wie damals wieder eine Zeit der Veränderung“, so Gorsolke. Einige mussten für die Lehre Uetersen direkt verlassen und haben seit der Konfirmation die Kirchen nicht mehr gesehen. Andere sind hier geblieben und waren seither ein fester Bestandteil der Gemeinde. Die Rückbesinnung wurde als gelungener Rückblick gewertet.

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