Volkskundliches Museum der Kulturgemeinschaft : Eintauchen in die Vergangenheit

Es ist wieder so weit, die Öffnungssaison des volkskundlichen Museums auf dem Mölln-Hof am Bockhorn hat begonnen. Bis Oktober werden jeweils am ersten Sonntag des Monats die Türen des ehemaligen Wirtschaftsgebäudes für Besucher geöffnet. Die Kulturgemeinschaft hat dort seit zwölf Jahren im Erd- und Dachgeschoss auf einer Gesamtfläche von 800 Quadratmetern historische Geräte aus Handwerk, Landwirtschaft, Hauswirtschaft und Schulwesen zusammengetragen, restauriert und ausgestellt.

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08. April 2013, 21:39 Uhr

Bereits am ersten Öffnungstag in der Saison 2013 schauten zahlreiche Interessierte vorbei. Und darunter waren nicht nur Tornescher, die sich den Aktivitäten der Kulturgemeinschaft verbunden fühlen, sondern auch kulturhistorisch Interessierte aus Rellingen, Uetersen und sogar aus Stade.

Lothar Kranz, Vorsitzender des Arbeitskreises I (volkskundliche Sammlung/Museum), der Erste Vorsitzende der Kulturgemeinschaft Harald Schulz sowie die Mitglieder des Arbeitskreises Holger Hansen und Otto Sturm beantworteten den Besuchern Fragen, erläuterten die Funktionsweise beispielsweise einer Milchzentrifuge oder eines Gestells, das früher einer Kuh das Kalben erleichterte. „Ich interessiere mich für solche Sammlungen historischer Gegenstände aus Landwirtschaft und Handwerk und bin ganz begeistert von der Sammlung“, lobte der Rellinger Volker Werkmeister die Ausstellung.

Natürlich haben die Mitglieder des Arbeitskreises I auch in den Wintermonaten Exponate restauriert, in die Ausstellung integriert und über Möglichkeiten der Erweiterung nachgedacht. So werden im Bereich Film und Fotografie zwei weitere Vitrinen mit historischen Fotoapparaten und Filmgeräten bestückt und wird dort ein kleiner „Umbau“ vorgenommen. Denn in den nächsten Tagen werden aus einem Frisiersalon an der Ahrenloher Straße ein historischer Frisiertisch, ein Spiegel, ein Frisierstuhl und heutzutage nicht mehr verwendete Frisier- und Rasierutensilien in dem Museum eine neue Heimat finden. „Wir werden den historischen Frisiersalon neben dem Filmarchiv aufbauen. Da haben wir eine passende Ecke“, so Lothar Kranz.

Wenn am ersten Sonntag im Mai (5. Mai) die Museums-türen wieder von 11 bis 17 Uhr offen stehen, wird der historische Frisiersalon bereits zu besichtigen sein. Auch historische Kurzfilme aus der ehemaligen Kreismedienstelle zu den Themen Landwirtschaft, Handwerk oder Natur werden an den Öffnungstagen eingelegt. Am 5. Mai wird die Zweite Vorsitzende der Kulturgemeinschaft, Historikerin Annette Schlapkohl, um 15 Uhr einen Vortrag zum Thema „Tornesch im Wandel der Zeit von 1890 bis 1990“ halten. Und im Museumsgarten sollen Kartoffeln gepflanzt werden. Auch Besucher dürfen sich daran beteiligen.

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