TOALL-Abend : Einmal kurz nach Schottland

3568649_800x476_5069ee61020dc.jpg

Wissenswertes über das Schottische Hochland zu erfahren, schottische Lieder zu hören und einem Dudelsackspieler zu begegnen ohne Tornesch zu verlassen, geht ganz einfach: Man besucht eine Veranstaltung des multikulturellen Vereins Tornescher Allerlei (ToAll).

shz.de von
01. Oktober 2012, 21:24 Uhr

Der Einladung des Vereins waren 75 Interessierte gefolgt. Viele kamen bereits als Schottland-Fans ins POMM 91 und schwelgten in Erinnerungen, andere sind es nun nach der informativen und kurzweiligen „Highland-Reise“ geworden. „Reiseleiter“ Hanfried Kimstädt, Dudelsackspieler Karl-Heinz Quoss, die Sängerin Petra Begas und die Musikerinnen Makiko Eguchi (Klavier) und Yuki Furui (Geige) vermittelten vielfältige schottische Impressionen.

Die „Reise“ begann am Firth of Forth, einem Meeresarm an der Ostküste Schottlands und Mündung des Flusses Forth in die Nordsee und einem schottischen Volkslied, das Josef Haydn bearbeitet hatte. ToAll-Vorsitzender Hanfried Kimstädt trug als „Reiseleiter“ Kilt, hatte aus Eindrücken seiner privaten Schottlandreisen sowie anhand von Schottland-Fotos, die sein Sohn oder Freunde aufgenommen hatten, eine Bilderreise durch die Highlands sowie Informationen zu Land, Leuten, der Historie und Gegenwart zusammengestellt. Die Reiseroute führte über St. Andrews, der 1620 zur königlichen Stadt erkorenen Kleinstadt an der Ostküste Schottlands, die für ihre traditionsreiche Universität und als Heimat des Golfsports bekannt ist.

Auch der mit 193 Kilometern längste Fluss Schottlands, der Tay, lag auf der Reiseroute und da bot sich für den „Reiseleiter“ an, Fontanes Ballade „Die Brück’ am Tay“ vorzutragen. Das Werk bezieht sich auf den Einsturz der gerade neu gebauten Eisenbahnbrücke über den Firth of Tay bei Dundee am 28. Dezember 1879, bei dem 75 Menschen ihr Leben verloren hatten. Vorgestellt wurde Blair Atholl als Ausgangs- und Endpunkt für Touren durch die Highlands, und mit dem Gedicht „Mein Herz ist Hochland“ erläuterte der Reiseführer, dass sich mehr Schotten als Highländer fühlen, als dort wohnen. Historisches wie die Schlacht von Culloden, der Süßwassersee Loch Ness mit „seinem Ungeheuer“, das Tal der Whisky Destillerien und natürlich auch die Dudelsackmusik spielten auf der weiteren Reise, die über Ullapool, Inverewe Gardens bis zur Halbinsel Mull of Kintyre führte, eine Rolle. Bilder, Texte, Geschichten, Lieder und Dudelsackmusik wechselten einander ab. Auch in der Pause blieb es schottisch: Im ToAll-Ausschank gab es neben anderen Getränken vier Whisky-Sorten. ToAll wird seine Schottlandreisen zu den Inseln und größeren Städten zu gegebener Zeit fortsetzen. Im kommenden Jahr ist ein Burns Supper (Fest zu Ehren des Dichters Robert Burns) geplant.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert