zur Navigation springen

Veit-stiftung : Einfach mal ‘ne ruhige Kugel schieben

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Eine ruhige Kugel schieben können Tornescher bald mit allem Komfort. Der Sozialausschuss hat Grünes Licht für den Bau der ersten Boule-Bahn in der Stadt gegeben. 5000 bis 6000 Euro soll die Anlage an der Pommernstraße kosten, schätzt das Bauamt. Das Projekt wird allerdings nicht den städtischen Haushalt belasten. Als Sponsor tritt die „Bürgerstiftung Stadt Tornesch in Memoriam Gerhard Veit“ auf, dessen Vermögen in Höhe von 450000 die VR Bank Pinneberg verwaltet. Stiftungszweck ist die Förderung der Kinder-, Jugend- und Altenhilfe, des Sports und der Erziehung. Der Ausschuss verteilt die Zinsen – in diesem Jahr fast 7900 Euro.

shz.de von
erstellt am 29.Jun.2012 | 20:17 Uhr

Freude über das Projekt herrscht wohl vor allem bei der Gruppe „Ü-60“. Sie hatte sich schon lange eine Boule-Bahn gewünscht. Kürzlich schlug die Verwaltung vor, die Anlage auf einem ungenutzten Spielplatz mit Tischtennisplatte zu errichten (die UeNa berichteten). Der Seniorenbeirat stimmte zu.

In dem Ausschuss gab es zunächst Diskussionen. „Wer trägt die Folgekosten durch Rasenmähen? Ist das für Leute ab 60 Jahren oder für die Allgemeinheit?“, wollte Helmut Rahn (Grüne) wissen. Bürgermeister Roland Krügel em-pfahl, das Gelände einzuzäunen. „Sonst haben wir da Glasscherben und ein Hundeklo“, sagte er. Christopher Radon (CDU) hätte die Anlage lieber an die Altentagesstätte Pomm 91 verlegt. „Der Tischtennisplatz wird von heranwachsenden Jugendlichen genutzt“, warnte er. Rahn störte sich daran, dass das Grundstück der Adlershorst Baugenosssenschaft gehört. „Wir möchten gern ein städtisches Gelände haben“, sagte er.

Einen Vorteil des Platzes hob Sabine Kählert, Leiterin des Fachbereichs Soziales, hervor. Die Besucher könnten die Toilette im Pomm 91 nutzen. Zudem werde auf der Tischtennisplatte nicht mehr gespielt. Einstimmig beschloss das Gremium, die Anlage ohne Zaun errichten zu lassen.

Jürgen Hesse, Vorsitzender des Seniorenbeirats, befürchtet keine Verschmutzung. Der Platz sei in ordentlichem Zustand. „Wenn er von Jugendlichen belagert werden würde, müsste er anders aussehen“, sagte der 65-Jährige. Er hofft, dass die Tischtennisplatte als Ablage stehen bleibt. Die „Ü-60“-Gruppe sei außerdem so groß, dass sie zwei Bahnen gebrauchen könnte. Angedacht sind auch ein Großschachfeld und Bänke.

Noch ein Grund spricht für den Ort. Der Platz wird direkt gegenüber der geplanten Wabe-Kita liegen. Und die will sich eventuell den Schwerpunkt „Generationsübergreifendes Miteinander“ geben.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert