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Uetersener Nachrichten

18. August 2017 | 15:29 Uhr

Museumsfest : Einen Doppelgeburtstag feiern

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Gleich zwei Geburtstage sollen am Sonntag, 18. Mai, in Holm gefeiert werden. Vor 15 Jahren ist der Verein für Kultur und Brauchtum gegründet worden und eine Dekade ist es her, dass das Heimatmuseum eingeweiht werden konnte. Gefeiert wird von 11 bis 16 Uhr in der historischen Kate an der B431 sowie auf der Wiese vorm Museum, dem Parkplatz vor dem Edeka Markt und im Kaffeegarten von „Ladiges Gasthof“.

„Auslöser war 1995 die Wiederbelebung des historischen Erntedankfestes“, erinnert sich der Vorsitzende Dieter Herrmann. Um das auf eine solide Basis zu stellen, wurde am 16. August 1999 der Förderkreis Kultur und Brauchtum der Gemeinde Holm gegründet. Gründer waren Johannes Paulsen, Bürgermeister Walter Rißler, Pastor Rolf Wassermann, Uwe Denker, Gerd Borchardt, Hans Hinrich Rißler und Klaus Repenning. „Nächstes Jahr wird das Fest seit 20 Jahren gefeiert, also ein ansehnlicher Erfolg der Gründungsväter“, streicht der Vorsitzende heraus. Paulsen, der im vergangenen Jahr den Vorsitz abgab, ist für seine Verdienste mit dem Kulturpreis der Gemeinde ausgezeichnet worden. Die Vereinsmitglieder machten ihn zu ihrem Ehrenvorsitzenden.

1999 mit der Gründung des Vereins kam die Idee für ein Museum auf. Man fand die alte Scheune an der Hauptstraße und es wurde ein Mietvertrag mit der Familie Ladiges geschlossen. Es gab Beratung durch den Direktor des Freilichtmuseums Molfsee, Dr. Carl Ingwer Johannsen. Studenten der Hochschule Eckernförde identifizierten die alte Scheune als Ständerhaus, das etwa 300 Jahre an diesem Platz stand, wahrscheinlich aber vorher schon an einem anderen Standort aufgestellt war.

2001 wurde mit dem Ausbau der Scheune begonnen. 160000 Euro investierte der Verein in Gebäude und Ausstattung. „Eine wahnsinnige Leistung, denn die Gelder stammen ausschließlich aus Spenden und dem Verkauf von Spendersteinen“, erinnerte sich der Vereinschef. „Nicht zu vergessen der unermüdliche Einsatz der freiwilligen Helfer.“ Im April 2004 ist dann das Museum eröffnet worden. Sogar das NDR Fernsehen berichtete. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Holmer Vereinen ist Teil der Aufgabe. Aus Platzgründen wird im Museum das frühere tägliche Leben dargestellt. Die Geschichte der Landwirtschaft und die über Jahrhunderte benutzten Geräte und Werkzeuge sind in der Sammlung von Jan Kleinwort in der Schulstraße zu sehen. Besonders die Zusammenarbeit mit dieser Sammlung soll in Zukunft weiter intensiviert werden, sagt Herrmann.

Ein Flohmarkt und viele weitere Attraktionen

„Wir werden immer wieder gefragt, wie viel Exponate im Museum sind“, berichtet der Vorsitzende Dieter Herrmann.

Die Aktiven des Vereins vermuten, dass es einige Tausend sind, wissen es aber nicht genau. „Nur weil so viel Bürger ihre Schätze ans Museum gegeben haben, ist es so gut bestückt“, sagt er. „Wir müssen aber klarstellen, dass nicht alles ausgestellt werden kann.“ Beim großen Museumsfest werden Gegenstände, die mehrfach vorhanden sind, zugunsten des Museums im Rahmen eines Flohmarktes verkauft. „Platz ist zwar derzeit unser größtes Problem“, berichtet Herrmann, „aber das soll niemand abhalten, uns interessante Exponate zu übergeben oder einfach mit uns zu sprechen, ob wir sie gebrauchen können.“ Nur so könne sich das Holmer Heimatmuseum weiterentwickeln.

Während des großen Festes am Sonntag, 18. Mai, werden ferner alte Traktoren und Maschinen ausgestellt. Historische Handwerke, wie Bandreißer und Reepschläger werden vorgeführt. Kinder sollen ebenfalls ihren Spaß haben, etwa auf einer Hüpfburg, beim Schminken, Stockbrot backen und Wiegen. (tp)

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erstellt am 05.Mai.2014 | 21:31 Uhr

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