Klosterfreunde Uetersen : Eine Stiftsdame hilft postum

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Die Priörinnenscheune steht unter Denkmalschutz, als Teil der gesamten Klosteranlage. Die Scheune am Ende der Straße Klosterhof, die seit geraumer Zeit regelmäßig als Kulturstätte genutzt wird, wird derzeit renoviert.

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18. Mai 2015, 21:32 Uhr

Unter anderem wurde bereits die Nordfassade restauriert, und damit vor dem weiteren Verfall bewahrt. Innen hat sich auch eine Menge getan. So wurde ein neuer Raum eingezogen, und es gibt jetzt sanitäre Anlagen, die dem Charakter einer Einrichtung für die Öffentlichkeit entsprechen.

Klosterprobst Hubertus Graf von Luckner nutzte die Jahresversammlung der Gesellschaft der Freunde des Klosters Uetersen, um den etwa 20 Anwesenden den Stand der Sanierungsarbeiten zu erläutern. Dabei erwähnte der Klosterprobst auch, dass die kürzlich verstorbene Konventualin Ilse Gräfin von Bredow (1922 - 2014) dem Kloster eine namhafte Geldsumme vermacht hat. Über das Erbe der Bestseller-Autorin („Kartoffeln mit Stippe“, „Der Spatz in der Hand“, Mein Körper ist so unsozial“. . .) verfügt nun der Klosterverein. Es handelt sich um 220000 Euro. Ein Teil des Geldes fließt in die Renovierung der Scheune. Nach Abschluss der Renovierungsarbeiten soll die Priörinnenscheune in „Gräfin-Bredow-Scheune“ umbenannt werden. Das Kloster hat sich in den vergangenen Jahren mehr und mehr geöffnet. So können weite Teile der Anlage von Besuchern des Klosters erkundet werden. Nicht jedoch der Privatbereich. Was anscheinend immer noch weitgehend unbekannt ist: In den Gebäuden des Klosters befinden sich Mietwohnungen. Die Mieter verfügen zum Teil über private Gärten.

Doch nicht selten erhalten sie unvermittelt Besuch von Spaziergängern, die unwissentlich Privatboden betreten haben, also umzäunte Bereiche. Insofern sei darauf hingewiesen, dass Gartenzäune auch im Klosterbezirk die Aufgabe erfüllen, private und öffentliche Flächen sichtbar voneinander zu trennen.

Weiterhin ein Ärgernis stellt so mancher Hundebesitzer dar, der mit seinem vierbeinigen Freund das Klostergelände durchstreift. Dann nämlich, wenn das Gebot des Leinenzwangs ignoriert wird. Erst kürzlich wurde ein Reh von einem freilaufenden Hund zu Tode gehetzt (wir berichteten).

Der Klosterprobst machte während der Sitzung deutlich, dass auf dem gesamten Gelände Leinenpflicht herrscht. Zudem sollten die Hundebesitzer im Falle eines Bedürfnisses ihres Hundes nicht versäumen, die Exkremente einzusammeln und mitzunehmen. Ebenfalls ein zunehmendes Ärgernis stellen Vandalismus-Schäden dar. Auch das wurde vom Klosterprobsten, der Erster Vorsitzender des Vereins ist, erläutert.

Im Verlaufe der Versammlung wurde gewählt. Stellvertretende Vorsitzende bleiben Elsa Plath und Dr. Klaus Eckardt.

Der Verein besteht derzeit aus 93 Mitgliedern. Neue Mitglieder sind stets willkommen. Informationen zur Mitgliedschaft und zum Verein selbst gibt es unter der Telefonnummer 04122/2820.

Erläutert wurde abschließend das weitere Kulturprogramm in der Scheune für das Jahr 2015, das unter anderem Klavierkonzerte beinhaltet. Auch ein Teil des Altstadtfestes und der Klostermarkt werden dort durchgeführt.

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