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Uetersener Nachrichten

20. August 2017 | 21:48 Uhr

SHMF : Eine Sternstunde der Chormusik

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

2700 jubelnde Menschen als Publikum. 300 geniale Sänger auf der Bühne – und die Uetersener Chorknaben dabei. Zum ersten Mal beim Schleswig-Holstein Musik Festival, eine ganz große Ehre, denn hier beim größten Klassik Musikfestival auf dem Lande treten nur die ganz großen Weltstars auf, präsentierten sich in der inzwischen langen Geschichte des von Justus Franz aus der Taufe gehobenen Festivals Legenden wie Leonard Bernstein, Sir Yehudi Menuhin oder aktueller der Pianist Lang Lang, die Geigerin Anne Sophie Mutter.

Ein Weltstar auch in Neumünster dabei: Eric Whitacre, Komponist und Dirigent aus den USA, der mit den Jungen aus der Rosenstadt intensiv bereits zweimal zusammengearbeitet hat. Der gut aussehende Whitacre – „ein Sahneschnittchen“ flüsterte eine bestimmt über 70-Jährige – begeisterte mit seinem unprätentiösem Auftritt ohne Star-Allüren Besucher und Mitwirkende, stellte vor allem das Motto „Bewegend baltisch“ in den Vordergrund des mitreißenden Abends in der schnörkellosen Holstenhalle Nummer 5.

„Songs of Change“ - also Lieder der Veränderung heißen die Lieder, die durch ihre ungeheure Schönheit, Aussagekraft und nahezu überirdische Interpretation Mitwirkende und Publikum in ihrer Begeisterung verbanden und so zu einer Sternstunde der Chormusik machten. Im Mittelpunkt ohne Zweifel die Lieder der „singenden Revolution“ die den drei baltischen Staaten Estland, Litauen und Lettland schließlich die Unabhängigkeit von der sowjetischen Besatzungsmacht einbrachten.

Das stellten die Mitglieder des estnischen „Kammerkoor Collegium Musicale“ und der „Estonian TV Girls Choir“ eindrücklich vor. Gemeinsam mit den Chorknaben, dem „ensemble elmshorn“, dem „Kammerchor consonare Norderstedt“, dem Kammerchor „I Vocalisti“ und vor allen Dingen dem aus 166 Sängern aus 22 Nationen bestehenden „Schleswig-Holstein Festival Chor“ ertönte aber auch der Gefangenenchor aus Verdis „Nabucco“ und schließlich gemeinsam mit dem Publikum Beethovens „Ode an die Freude“. Alles Musik, die Menschen, egal welcher Herkunft, verbindet und zusammen erlebten Enthusiasmus eint.

Entscheidender „Strippenzieher“ hinter den Kulissen war Chorknaben- und I Vocalisti- Leiter Hans-Joachim „Hajo“ Lustig. Der unermüdliche Chorleiter suchte die teilnehmenden Chöre aus, bestimmte zusammen mit Eric Whitacre das Programm, arbeitete sogar den Festival-Chor ein. Klar, dass natürlich auch Eltern, Verwandtschaft und Freunde aus Uetersen und Umgebung zu dem Großereignis anreisten und bärenstolz auf die Jungen mit den sagenhaften Stimmen waren. u Seite 8

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erstellt am 04.Aug.2013 | 21:50 Uhr

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