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Uetersener Nachrichten

21. Oktober 2017 | 10:56 Uhr

Tischtennis : Eine starke Nachrückerin

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Spontanität war gefragt, als Jeanine Liebold am Donnerstag der vergangenen Woche erfuhr, dass sie nur einen Tag später bei den 84. Deutschen Meisterschaften starten kann. „Ich hatte darauf gehofft und mir das Wochenende freigehalten“, berichtete die Tornescherin, die die Direkt-Qualifikation bei den Norddeutschen Meisterschaften im Februar knapp verpasst hatte, als sie in Parchim zwar Doppel-Meisterin geworden, aber in der Einzel-Konkurrenz im Viertelfinale gescheitert war (3:4 gegen Sejla Fazlic).

shz.de von
erstellt am 25.Mär.2016 | 20:06 Uhr

Weil nun eine qualifizierte Spielerin absagte, wurde Liebold als Nachrückerin nominiert, worüber sie sich natürlich „riesig freute“. Nach einer dreistündigen Autofahrt erreichte sie Bielefeld, wo der Deutsche Tischtennis-Bund in diesem Jahr die Titelkämpfe ausrichtete. In der Gruppe B bekam es Liebold zum Auftakt wieder mit Fazlic zu tun ‒ und hatte gegen die Schwarzenbekerin erneut knapp mit 2:3 das Nachsehen. In der Folge schlug Liebold aber sowohl Janna Schumacher (3:0) als auch Lea Grohmann (3:2 nach einem 13:11 im fünften Satz) und erreichte mit 2:1-Spielen als Gruppen-Zweite hinter Fazlic das Sechzehntel-Finale. „Das war überraschend, denn als Nachrückerin hatte mich niemand auf dem Zettel“, freute sich Liebold über ihren Einzug in die K.o.-Phase. Zusammen mit den anderen Aktiven des Tischtennis-Verbandes Schleswig-Holstein übernachtete die Tornescherin, die im Punktspiel-Alltag für den VfL Kellinghusen in der Regionalliga Nord aufschlägt, in einem Hotel. „Das ist bei überregionalen Wettkämpfen so üblich“, berichtete Liebold.

Am Sonnabend stand zunächst die Doppel-Konkurrenz an. Liebold wurde Annika Feltens als Partnerin zugelost. „Wir kannten uns nicht und haben sehr nervös begonnen“, so Liebold, die aber zusammen mit der Abwehrspezialistin vom TTC Mülheim/ Urmitz-Bahnhof in der 1. Runde einen 0:1-Satzrückstand noch zum 3:1-Sieg gegen Grohmann/Julia Krieghoff drehte. Im Achtelfinale gegen die top-gesetzten Kristin Silbereisen/ Sabine Winter unterlagen Liebold/Feltens zwar klar mit 0:3, aber die Tornescherin nahm trotzdem vieles mit aus dieser Partie: „Gegen Nationalspielerinnen darf man schließlich nicht allzu oft antreten!“ Im Einzel verlor Liebold im Sechzehntel-Finale mit 1:4 gegen Kathrin Mühlbach, einer Erstliga-Spielerin der Leutzscher Füchse. „Es war aber ein Duell auf Augenhöhe“, betonte Liebold, die bis zum Abend noch die Titelkämpfe verfolgte, ehe sie die Heimfahrt antrat und kurz nach Mitternacht wieder in Tornesch angekommen war. „Es war ein großartiges Erlebnis“, blickte Liebold zufrieden auf ihre so spontan zustande gekommene und sportlich erfolgreiche erste Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften zurück.

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