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Uetersener Nachrichten

22. Oktober 2017 | 02:07 Uhr

Vertrag : Eine Stadt auf Einkaufstour

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Stadt Elmshorn ist der Realisierung eines Rathaus-Neubaus einen entscheidenden Schritt nähergekommen. In der vergangenen Woche unterzeichneten Bürgermeister Volker Hatje und Vertreter der Kieler Unternehmensgruppe Bartels-Langness einen Kaufvertrag für eine 9500 Quadratmeter große Fläche im Sanierungsgebiet Krückau/Vormstegen. Das Grundstück ist eines von inzwischen nur noch zweien, die als Standort für den neuen Sitz der Stadtverwaltung infrage kommen.

shz.de von
erstellt am 15.Sep.2014 | 21:04 Uhr

Das Grundstück südlich der Krückau zwischen der Schauenburger Straße, Vormstegen und Osterfeld gilt als Schlüssel für die weitere Entwicklung des gesamten Sanierungsgebietes, die 2007 in einem Rahmenplan festgeschrieben wurde. Im gleichen Jahr gab auch der ursprüngliche Besitzer der Fläche, der Eisen- und Baustoffhandel Kremer, den Standort auf und verlegte seinen Firmensitz in den Ramskamp.

Danach ging das Areal in den Bestand der Kieler Handelsgesellschaft Bartels-Langness über. „Wir waren viele Jahre mit der Unternehmensgruppe wegen eines Verkaufs im Gespräch“, sagte Bürgermeister Volker Hatje. Lange hätten sich allerdings die Preisvorstellungen nicht gedeckt. Dabei spielte die Beseitigung der Altlasten eine entscheidende Rolle.

Bombenschäden, Gerb-rückstände und Bauschutt gehören zu dem Vermächtnis der mehr als 100 Jahre dauernden industriellen Nutzung der einstigen Niederung. Jetzt, nach dem Ergebnis der Detailuntersuchung, kann Volker Hatje Entwarnung geben. „Die Altlasten sind weniger schlimm als ich befürchtet habe. Und Milzbranderreger, wie schon mal vermutet, sind dort definitiv nicht zu finden“, sagte er.

Nun sind die Mitglieder des Stadtverordnetenkollegiums am Zug. Sie haben sich zwischen den beiden möglichen Rathaus-Standorten zu entscheiden, dann will Hatje zügig mit den Planungen beginnen. „Ich hoffe, dass wir Ende des Jahres einen Beschluss haben, dann könnten wir 2020 umziehen.“

Der Beschluss zum Neubau eines Rathauses ist knapp zwei Jahre alt. 2012 entschieden sich die Abgeordneten mehrheitlich gegen die Sanierung des alten, unter Denkmalschutz stehenden Rathauses und für einen Neubau. Beide Varianten würden die Stadt nach ersten Schätzungen etwa gleich viel kosten, rund 16 Millionen Euro.

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