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Uetersener Nachrichten

21. August 2017 | 08:54 Uhr

Energie : Eine Region steht unter Strom

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Unter großer Zustimmung der Bürgermeister im Amtsbereich Moorrege haben der CDU-Bundestagsabgeordnete Ole Schröder und seine Landtagskollegin Barbara Ostmeier ihre Forderung nach einer Elbquerung der neuen Stromtrasse SuedLink bei Glückstadt wiederholt. Ernergiewendeminister Robert Habeck müsse die verbleibende Zeit bis zu einer Entscheidung nutzen, um mit den Partnern auf niedersächsischer Seite zu einer Einigung zu kommen, sagten sie am Montag bei einem Treffen im Amtshaus.

Nach der Entscheidung der Großen Koalition vom Juli, beim Bau der Stromtrasse künftig Erdverkabelung den Vorrang zu geben, um politische Widerstände abzumildern, muss Netzbetreiber Tennet die Pläne überarbeiten und das öffentliche Beteiligungsverfahren wiederholen. „Diesen Zeitgewinn muss der Umweltminister nutzen“, forderte Unionspolitikerin Barbara Ostmeier. Noch gibt es keine abschließende Entscheidung über eine Elbquerung bei Glückstadt oder Hetlingen. Kreis Pinneberger Landtagsabgeordnete aller Parteien hatten in der Vergangenheit immer wieder vor einem Trassenverlauf durch den Kreis Pinneberg gewarnt und das mit der bereits bestehenden Belastung der Bürger in der Region durch andere Hochspannungsleitungen begründet. Auch Ostmeier, Schröder und ihre Gesprächspartner, führende Vertreter der amtsangehörigen Gemeinden, bezeichneten den Trassenverlauf durch den Kreis Pinneberg als eine unverhältnismäßige Belastung und sprachen sich erneut für eine Elbquerung bei Glückstadt und Bündelung der Maßnahme mit dem Bau der A20 aus. „Wenn wir es ernst meinen mit der Energiewende, brauchen wir einen schnellen Fortgang der Maßnahme“, sagte Barbara Ostmeier. Dabei spreche alles für einen möglichst kurzen Trassenverlauf, „wie es Umweltminister Habeck im Landtag selber schon betont hat“, so Barbara Ostmeier. Eine Streckenbündelung im Kreis Pinneberg „mit seinen für Naturschutz und Tourismus wichtigen Flächen“ müsse verhindert werden.

Die Stromleitung SuedLink ist die „Hauptschlagader“ der Energiewende und führt 800 Kilometer von Schleswig-Holstein und Niedersachsen über Nordrhein-Westfalen und Hessen bis nach Bayern. Die Kosten wurden bisher im unteren einstelligen Milliardenbereich angesiedelt, eine Schätzung, die nach dem neuerlichen Beschluss der Bundesregierung kaum noch zu halten sein wird. Erdkabel ist teurer als Freileitungen.

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erstellt am 25.Aug.2015 | 20:56 Uhr

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