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Uetersener Nachrichten

21. Oktober 2017 | 03:32 Uhr

Trotz Verhandlung : „Eine Provokation“

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Bereits im April streikten rund 125 Beschäftigte der Reha-Zentren, die in einer Tochtergesellschaft der Kreis Pinnberger Regio-Kliniken zusammengefasst sind. Die Physio- und Ergotherapeuten sowie die Sportmediziner, die an den Standorten in Pinneberg und Schenefeld arbeiten, forderten damals eine tarifliche Vereinbarung mit ihrem Arbeitgeber. Der Grund: Über zehn Jahre lang gab es für die Mitarbeiter keine Gehaltserhöhungen. Die Klinikleitung bot damals allerdings nur eine haustarifliche Regelung an; das war dem Betriebsrat und „ver.di“ zu wenig; man wollte eine Angleichung an den bundesweiten Tarifvertrag.

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erstellt am 19.Sep.2014 | 18:10 Uhr

Nun liegt ein erstes Angebot vor, das allerdings die Arbeit der rund 150 Beschäftigten „in keinster Weise würdigt“, so die „ver.di“-Gewerkschaftssekretärin Heike Maser-Festersen. Und das, wo jene Mitarbeiter einen großen Teil der physiotherapeutischen Leistungen für die Krankenhäuser Elmshorn und Wedel erbringen würden. „Was die Arbeitgeber uns bisher anbieten, ist im Grunde eine Provokation“, so Maser-Festersen weiter. Die Vergütungen bei Neueinstellungen lägen zehn Prozent unter dem ohnehin nicht besonders hohen Berufsdurchschnitt, moniert die Gewerkschafterin weiter. Und das auch noch in einer Branche, in der die Beschäftigten zusätzliche Qualifikationen meist auch noch aus eigener Tasche bezahlen würden. „Das ist unsoziales Handeln“, so die Gewerkschaftssekretärin. Nun will man bei „ver.di“ höhere Einkommen durchsetzen, indem das Unternehmen in die Tarifregelung des Sana-Konzerns eingebunden wird. Der Sana-Gruppe gehören 75 Prozent der Regio-Kliniken, 25 Prozent hält der Kreis Pinneberg. Von Seiten der Regio-Kliniken war nur zu hören, dass laufende Verhandlungen nicht kommentiert würden.

Maser-Festersen geht davon aus, dass es trotz der am 21. Oktober anstehenden neuerlichen Verhandlungsrunde zu Warnstreiks kommen wird, weil die Stimmung unter den Beschäftigten sehr aufgeheizt sei.

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