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Extremläufer : Eine neue Herausforderung muss her

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Ultraläufer lieben die Herausforderung. Und deswegen sind sie immer stark interessiert, wenn neue Aufgaben zu bewältigen sind. So erging es Uwe Schinz, als er erstmals vom „Goldsteig Ultra“ hörte. Es ist der längste Querfeldeinlauf Europas.

shz.de von
erstellt am 30.Sep.2014 | 21:39 Uhr

661 Kilometer muss der Heistmer zurücklegen. Die für Normal-Sportler utopisch anmutende Strecke wird mörderisch durch das Zeitlimit. In 192 Stunden ist das Rennen zu bewältigen. Nur 58 Läufer haben gemeldet. „Die Veranstalter gehen davon aus, dass nur wenige das Ziel rechtzeitig erreichen“, berichtet Schinz.

Los geht es im oberfränkischen Marktredwitz. Gut 18000 Höhenmeter sind zu bewältigen. Das Ziel ist Neunburg vorm Wald in der Oberpfalz. „Hochmotiviert“ ist der 62-Jährige angesichts der Herausforderung.

Ähnlich gestrickt wie Schinz ist Dirk Hansen aus Leck in Ostfriesland. Die beiden kennen sich von Extremläufen und haben sich gemeinsam auf den Goldsteig Ultra vorbereitet. Zusammen wollen die beiden die Herausforderung meistern.

„Planung ist wichtig“, stellt Schinz fest. So haben die Extremsportler die Strecke genau aufgeteilt. Es soll etwa die erste Nacht durchgelaufen werden. Geschlafen wird höchstens ein oder zwei Stunden an einem Baum gelehnt oder in einem Buswartehäuschen. „Pures Adrenalin“ in den Adern, so Schinz, macht das möglich. Erst für die zweite Nacht haben sie ein Hotel gebucht. Damit das rechtzeitig erreicht wird, muss allerdings das vorausberechnete Tempo eingehalten werden.

Die Strecke ist zwar ausgeschildert. Die Läufer können nachts ihren Weg auch mittels eines Navigationsgerätes finden. Drei Stationen müssen angelaufen werden. Dort stehen auch Säcke bereit, die die Teilnehmer Zuhause gepackt haben. Schinz wählte etwa reichlich Socken, Ersatz-Laufschuhe, wärmende Kleidung und einen Schlafsack für den letzten Teil der Strecke aus.

Damit die Organisatoren den Überblick behalten, melden sich die Läufer per SMS von bestimmten Punkten. Unterwegs sind die Läufer Selbstversorger. Es ist zum Beispiel also auch wichtig, einen Dorfladen zu dessen Öffnungszeit zu erreichen.

In der Ausschreibung wurde vor Schlangen und Wölfen gewarnt, die in dem Gebiet vorkommen. Doch an diese Gefahren mag Schinz – vielleicht auch Angesichts seiner Erfahrung bei diversen Wüstenläufen – keinerlei Gedanken verschwenden. www.meldelaeufer.de/goldsteig-ultralauf-2014

Den Helfern helfen

In den Dienst einer guten Sache will Uwe Schinz die Teilnahme am „Goldsteig Ultra“ stellen. Der Erlös seiner Aktion soll „Appen musiziert“ zugute kommen. Dazu müssen die Spender Kilometer „kaufen“. Außerdem gibt es ein Preisausschreiben. Getippt werden muss, wie viele Kilometer Uwe Schinz schafft. Der Gewinner bekommt einen Hotelgutschein für zwei Personen über einen dreitägigen Aufenthalt in einem Hotel in Schneverdingen in der Lüneburger Heide. Optimisten gehen natürlich davon aus, dass der Heistmer die gesamte Strecke, also 661 Kilometer schafft.

Wer spenden oder gewinnen möchte, findet die genauen Bedingungen auf der Website des Athleten. (tp) extremlaeufer.de

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