Postzusteller-freundliche Gemeinde : „Eine Initiative für das ganze Dorf“

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„Herr Günther hätte mal auf seine Frau hören sollen“, steht für Gunter Küchler, Pressesprecher der Freien Wählergemeinschaft Haselau fest. Die habe nämlich den Mitgliedern des Männergesangvereins Concordia beim Austragen der Flyer zur Jubiläumsveranstaltung des Chores geholfen und anschließend kräftig über die Bedingungen geschimpft, unter denen sie manche Briefkästen fand.

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06. November 2012, 21:13 Uhr

Küchler sieht den Ärger der Gattin des Christdemokraten als Beleg dafür, dass die FWH-Initiative zum „Postzusteller-freundlichen Gemeinde“ eine gute Idee ist. Dieter Günther hatte sie allerdings in einem Gespräch als „Blödsinn“ kritisiert (die UeNa berichteten gestern). „Er hat nicht verstanden, was wir wollen“, sagt der Pressesprecher. Es gehe nicht darum, alle Briefkästen umzusetzen. Sie sollen überprüft werden. Gut wäre es, diejenigen zu versetzen, die schwer zu erreichen oder nicht sichtbar sind. „Wenn nur zehn Kästen umgesetzt werden, wäre das schon ein Erfolg“, erläutert das FWH-Urgestein. „Auf dem Holzweg“ sei der Christdemokrat jedenfalls, wenn er die Initiative in Zusammenhang mit der Kommunalwahl im nächsten Jahr bringe. Ein gut sichtbarer und schnell erreichbarer Briefkasten helfe nicht nur dem Postmann, sondern auch den Menschen und der Gemeinde.

Eine Anzeigenkampagne der „Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro und Medienerzeugnisse“ (BG ETEM) geht in die gleiche Richtung wie die Idee der Freien Wähler, so Küchler. Die fragt „Wie kommt die Zeitung in den Briefkasten?“ und richtet damit einen Appell an die Abonnenten. Man sollte dem Zeitungsausträger die Arbeit nicht unnötig schwer machen, in dem der Briefkasten gut erreichbar ist. „Am besten hängt der Kasten außen am Zaun“, rät die Berufsgenossenschaft.

„Man sollte sich nicht gleich lustig machen“, steht für Küchler fest, „sondern erst einmal abwarten.“ Als die FWH vor drei Jahren ihre Breitband-Initiative startete, hätten auch einige gelächelt. Mittlerweile stehen alle Fraktionen der Gemeindevertretung dahinter, berichtet er, „und „es ist klar, dass es gut für das Dorf wäre.“

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