Initiative : Eine Hundeschule in Hetlingen?

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Um ihre Existenz kämpft derzeit Susanne Gerlach mit ihrer Heistmer Hundeschule. Mehrfach scheiterte ihre Suche nach einem festen Standort an dem Veto übergeordneter Behörden. Sie wirft dem Kreis vor, seine Ermessensspielräume nicht zu nutzen und kein Interesse an der Einrichtung von Hundeschulen zu haben (die UeNa berichteten gestern).

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29. Mai 2015, 19:35 Uhr

Nun weist die CDU-Landtagsabgeordnete und ehemaligen Hetlinger Bürgermeisterin Barbara Ostmeier einen Weg, wie vielleicht doch ein Trainingsplatz in Marsch und Geest geschaffen werden kann. Sie schlägt das geplante Gewerbegebiet an der Holmer Straße als Standort vor. Dies hat sie in einem Antrag an die Gemeinde formuliert. Die Hundehalterin ist mit ihrem Ansinnen nicht allein. 16 Bürger haben den Antrag mit unterschrieben.

„Eine Genehmigung von Flächen für Hundeschulen ist seitens des Kreises Pinneberg faktisch nicht möglich“, schreibt die Christdemokratin, „im Innenbereich aus baurechtlichen Gesichtspunkten, im Außenbereich aus umwelt- und naturschutzrechtlichen Argumenten.“ Sie bringt eine Ausnahmeregelung in die Diskussion, damit dem gesellschaftlichen Bedürfnis nach gut erzogenen Hunden mit einem ausgeprägten Sozialverhalten nachgekommen werden kann. „Bis die rechtlichen Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden, könnte unsere Gemeinde hier eine Vorbildfunktion einnehmen und die im Flächennutzungsplan neu geschaffene Option der Gewerbeflächen für eine Hundeschule und Freilauffläche anbieten“, schlägt die Hetlingerin vor.

Die Zahl der Hunde in der Region nehme stetig zu. Des weiteren benötigen Hunde einen gesicherten Raum, um sich zu sozialisieren und auch ohne Leine toben zu dürfen, mit und ohne Anleitung von Fachpersonal. „Nur auf diesem Wege wird es doch zu einem einvernehmlichen Miteinander von Hundebesitzern und denen kommen, die diese Begeisterung nicht teilen“, schreibt Barbara Ostmeier.

„Eine interessante Idee“ findet der amtierende Hetlinger Bürgermeister Michael Rahn (Freie Wahlgemeinschaft). Er habe die Uetersener Verwaltung bereits angewiesen zu prüfen, wie der Vorschlag umgesetzt werden könnte. „Wir müssen uns dann im Bauausschuss darüber unterhalten, ob wir das wollen“, sagte er.

Rahn weist darauf hin, dass sich die Gemeindevertreter bereits im Rahmen der Beratungen des neuen Flächennutzungsplanes mit der Schaffung eines Hundetrainingsplatzes beschäftigten. Die Ideen, ihn am Rand des Landschaftschutzgebietes oder auf dem Klärwerksgelände anzusiedeln, scheiterten damals an übergeordneten Behörden.

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