zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

17. Oktober 2017 | 04:50 Uhr

Freisprechung : Eine Frage der Motivation

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Bildung hört niemals auf. Man ist daher nie am Ziel. Kommt der Erwerb von Wissen zu kurz, ist das Scheitern vorprogrammiert.

shz.de von
erstellt am 09.Feb.2014 | 18:10 Uhr

Das Thema stand auch am Freitagnachmittag im Mittelpunkt. Die Innung für das Sanitär-, Heizungsbauer- und Klempnerhandwerk des Kreises Pinneberg hatte 22 junge Männer zur Freisprechungsfeier in das Parkhotel Rosarium eingeladen. Zur Prüfung angetreten waren 31 Lehrlinge, zukünftige Anlagenmechaniker.

Fast 30 Prozent sind somit durchgefallen, müssen noch ein halbes Jahr länger die Schulbank drücken. Zwar habe man in der Vergangenheit schon Erfolgquoten von nur 50 Prozent gehabt, sagte Obermeister Eckhart Dencker, doch diesmal fehlten ihm die herausragenden Ergebnisse.

Mahnende Worte an die Absolventen, sich jetzt, mit dem Gesellenbrief in der Tasche, nicht auszuruhen, sondern weiterhin Interesse am Beruf, am Fortkommen, zu zeigen. „Ich hoffe, ihr habt weiterhin Appetit“, drückte es Jörg Rohlfing, Lehrer an der Berufsschule Elmshorn, aus.

Und Peter Wilhelm von der Berufsbildungsstätte Elmshorn sagte, dass gute Leute überall gesucht würden. „Versucht, Berufsstolz zu zeigen“, motivierte er.

Im vergangenen Jahr habe man einen Olympiasieger, einen Athleten des Ruder-Achters, als Festredner eingeladen, so Dencker. Der Spitzensportler informierte darüber, wie man es bis ganz nach oben schafft. Diesmal war es eine Fitnesstrainerin, die die Festrede hielt. Helga-Buchmann-Krause aus Elmshorn war erschienen, um zu vermitteln, wie Grundlagen der Motivation ausschauen können. Das ging ganz praktisch. Nach einem gewissen Zögern versammelten sich etliche der Junggesellen im Halbkreis um die Lehrerin und versuchten, ihr bei den Yogaübungen zu folgen. Das war nicht einfach, wie viele schnell merkten. Yoga ist eben viel mehr als entspannt ein- und auszuatmen. „Der Körper muss für die Seele bewegt werden“, schärfte Helga Buchmann-Krause den jungen Männern ein. Nach der sportlichen Einlage hatten einige der Ausbilder Angst um ihre Gesellen. Hoffentlich, so scherzte man, hagele es am Montag nicht reihenweise Krankmeldungen.

Kritik sei nun genug geäußert worden, so der Obermeister, der alle an die Kaffeetafel bat. Es sollte gefeiert werden. Der Nachmittag endete mit der Freisprechung und der Übergabe der Gesellenbriefe sowie mit einem Grußwort von Detlef Hübner, Landesgruppenleiter Heizung, der das ehrbare Handwerk in den Mittelpunkt seiner Worte stellte. Was Pfusch sei, belegte er mit Internetbeiträgen, nach dem Motto: „So arbeiten wir bitte nicht“! Folgende Junggesellen stammen aus der Region oder wurden dort ausgebildet: Kjell Steffen Dohrn (Tornesch), Dominic Karp (Ausbildungsbetrieb Uwe Geissler, Heidgraben), Tobias Krohn (Ausbildungsbetrieb Hans Starck, Uetersen), Christian Mohn (Ausbildungsbetrieb Hans Starck, Uetersen) und Marcel Stockfleth (Ausbildungsbetrieb H. H. Behrens, Haselau).

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert