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Uetersener Nachrichten

16. August 2017 | 20:00 Uhr

Kritik : „Eine Fehlkonstruktion“

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Nach neun Monaten Anerkennungsgesetz ist die Bilanz ernüchternd“, so bewertet der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Im April 2012 hat die Bundesregierung ein Gesetz zur leichteren Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse beschlossen, damit gut ausgebildete Ausländer besser in den Arbeitsmarkt integriert werden und der Fachkräftemangel in Berufen wie Arzt, Krankenschwester oder Krankenpfleger entschärft wird.

Die Bundesregierung habe damals mit 300000 Interessenten gerechnet. Doch bis Ende 2012 gäbe es nur rund 11000 Anträge und davon nur 7500 Anerkennungen. Für Rossmann ist klar, warum das so ist: „Dass die große Nachfrage ausgeblieben ist, liegt an der Fehlkonstruktion des Gesetzes. Die Gebühren sind teilweise zu hoch und schrecken ab. Außerdem haben die Antragsteller keinen Anspruch auf Anpassungsqualifizierung, wenn zum Beispiel bis zur Anerkennung nur einige Bausteine fehlen.“

Daher fordert Rossmann als Bildungsexperte Nachbesserungen, damit das Gesetz nicht zur Makulatur wird. Die SPD-Bundestagsfraktion habe schon damals im Gesetzgebungsverfahren die Mängel kritisiert und unter anderem den Dschungel der Regelungen und Zuständigkeiten moniert.

Das Bundesgesetz greift nicht bei allen Berufen. Für Berufe wie Altenpfleger, Erzieher, Lehrer und alle Handwerksberufe müssen entsprechende Landesgesetze beschlossen werden. Zirka die Hälfte der Bundesländer hätten diese schon.

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erstellt am 22.Okt.2013 | 21:49 Uhr

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