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Schulsozialarbeit : Eine Chance für den Bildungsstandort

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Kinder und Jugendliche unterliegen viel mehr als früher den Versuchungen der weiten, bunten Welt mit den ihr innewohnenden Gefahren. So sind sie in den sogenannten Sozialen Netzwerken insbesondere deswegen willkommen, weil sie potenzielle Konsumenten sind, mitnichten aus ethischen Gründen, wie oft gerne behauptet wird.

shz.de von
erstellt am 20.Mai.2014 | 21:26 Uhr

Hingearbeitet wird dabei auf den Verlust der eigenen Persönlichkeit: Kinder sind Kunden und nur deshalb wertvoll. Das wissen die Kinder aber nicht.

Mit dem Persönlichkeitsverlust sinkt die Kritik- und damit die Kommunikationsfähigkeit. Kritische Bürger sind auch nicht das Ziel der mächtigen Unternehmen, die sich hinter den Netzwerken verbergen.

Diese „schöne neue Welt“ führt nun zu immer mehr Problemen auch innerhalb der Schule. Lehrer fühlen sich zunehmend überfordert, den einzelnen Problemlagen zu begegnen, sind sie doch für die Einhaltung des Lehrplans verantwortlich. Und das ist oft schwer genug. Der Ruf nach professioneller Unterstützung wurde auch in Uetersen somit immer lauter. In der Rosenstadt traf der Wunsch nach mehr Schulsozialarbeit auf große Gegenliebe der Entscheidungsträger. Die Kommunalpolitiker, gleich welcher Fraktion, unterstützten den neuen Weg und machten ihn frei. Wie gut, dass auch Bund, Land und Kreis dabei nicht im Abseits stehen, Uetersen somit mit erheblichen finanziellen Zuschüssen rechnen kann. Mit Alexandra Geinitz (Rosenstadtschule) und Anne-Juliane Müller (Ludwig-Meyn-Schule) haben jetzt zwei neue Sozialpädagoginnen bei der Stadt, Trägerin beider Ganztagsschulen, begonnen und unterstützen die Lehrer 25 beziehungsweise 19,5 Stunden in der Woche.

Rosenstadtschulleiter Wolfgang Balasus und Jula Rohde vom LMG betonten gestern während einer Vorstellung der beiden neuen pädagogischen Stützen, dass sie sehr dankbar seien, auf diese kompetenten Hilfen zurückgreifen zu können. Die Sozialpädagoginnen ihrerseits freuten sich darüber, schon jetzt Teil des Teams, des Netzwerkes zu sein. Diese schnelle, auf professionellem Denken beruhende Integration schaffe Vertrauen und erleichtere die Arbeit wesentlich.

Bürgermeisterin Andrea Hansen sagte, dass Uetersen ein guter Bildungsstandort sei. „Wir wollen, dass alle zu ihrem Recht kommen. In Uetersen kümmern wir uns, wo wir gebraucht werden“, sagte sie.

Die Auswirkungen der „Sozialen Netzwerke“ (Mobbing, Dauermüdigkeit, Suchtgefahren) bilden ein Arbeitsfeld der beiden Fachkräfte. Ferner sind es die „ganz normalen“ Auseinandersetzungen innerhalb des Schulgebäudes, die zuweilen auch zu Störungen des Unterrichtes führen.

Konflikte sollen im Gespräch entschärft werden. Dabei ist die zugesicherte Vertraulichkeit das höchste Gut, das oft erst gegenseitiges Vertrauen hervorruft.

Eltern, die sich über die Schulsozialarbeit an der Rosenstadtschule und am Gymnasium informieren wollen, wählen die Rufnummern der Schulsekretariate.

Die Rosenstadtschule ist montags bis freitags unter der Nummer 04122/460260 zu erreichen. Das Gymnasium unter 04122/46030. Jeweils vormittags.

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