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Uetersener Nachrichten

22. Oktober 2017 | 07:06 Uhr

Handball : Eindrucksvolle Revanche

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Schmerzhaft war die 14:26-Pleite, die die 1. Männer des TuS Esingen am 19. September 2015 beim FC St. Pauli kassiert hatten. Die Höhe der Niederlage hatten die TuS-Trainer Till Krügel und Claas-Peter Schütt auch mit dem Haftmittel-Verbot in der Hamburger Halle erklärt. Als nun am Sonnabend das Rückspiel anstand, wurde mit „Backe“ gespielt ‒ und den Esingern gelang mit einem 27:20-Sieg eine eindrucksvolle Revanche.

shz.de von
erstellt am 31.Jan.2016 | 16:53 Uhr

Weil in der Neuen KGST-Halle am Sonnabend und Sonntag die Landesmeisterschaften im Bogensport stattfanden, war die Alten KGST-Halle der Austragungsort. Die Hausherren agierten mit einer sehr offensiven Abwehr und attackierten die St. Pauli-Spieler früh. Zwar legten die Gäste fünfmal ein Tor vor, doch die Esinger egalisierten jeweils. Dem letzten ausgeglichenen Spielstand, erzielt von Lennart Haas nach einem Tempogegenstoß (5:5), ließ Jonathan Karow nach einem weiteren Gegenstoß mit dem 6:5 die erste TuS-Führung folgen (12.).

„Als die Spieler von St. Pauli in der Phase vor der Pause etwas müde geworden sind, ist es uns gelungen, mit Ballgewinnen zu einfachen Toren zu kommen“, berichtete Schütt. So zog die Heim-Sieben von 12:11 (25) durch zwei identische Tore von Max-Lennart Albrecht, der nach Benedict Philippis Pässen jeweils aus dem Rückraum vollstreckte, sowie Timo Kreckwitz, der nach einer Balleroberung nach vorne lief und traf, auf 15:11 davon. Dann gab es auf beiden Seiten noch ein Siebenmeter-Tor; für die Esinger verwandelte Karow zum 16:12-Pausenstand. Nach dem Seitenwechsel bauten die Esinger ihren Vorsprung entschlossen weiter aus: Mit konzentrierten Torabschlüssen auf der einen und einer hervorragenden Defensive auf der anderen Seite, stand es in der 38. Minute 20:13, ehe der überragende TuS-Torwart Benjamin Boje per Siebenmeter zum 20:14 bezwungen wurde (39.). Die „St. Pauli, St. Pauli“-Sprechchöre der mitgereisten Anhänger des Kiez-Klubs beantworteten die Tornescher mit fünf (!) Toren in Folge, was eine Vorentscheidung bedeutete. Bemerkenswert war, dass Lennart Haas auch bei doppelter Unterzahl (nach Zeitstrafen gegen Daniel Günter und Tom Schmitt) traf (23:14/40.).

Nach dem 25:14 von Karow (43.) schien es sogar möglich zu sein, dass die Esinger das deutliche Hinspiel-Ergebnis komplett drehen. Nun folgten allerdings acht torlose Minuten, in denen Boje seinen dritten Siebenmeter parierte (44.), aber auch Karow zum ersten Mal per Strafwurf scheiterte (48.). Beim 26:15 erzielte Leonard Dombrowski, der wie Hannes Haas zuvor bereits für die 2. TuS-Männer am Ball war (25:17-Sieg beim TSV Ellerbek II), vom Kreis aus sein erstes Oberliga-Tor. In den letzten fünf Minuten sprachen die Schiedsrichter den Gästen dann gleich fünf (!) Siebenmeter zu, die Rasmus Gersch allesamt verwandelte und damit noch etwas Ergebniskosmetik zum 27:20-Endstand betrieb.

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