Kriminalpräventiver Rat : Einbrecher aufs Abstellgleis stellen

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Der kriminalpräventive Rat ist ein Gremium, das im Verborgenen tagt, also nichtöffentlich. Inwieweit dieses „Versteckspiel“ Sinn macht, sei dahingestellt.

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09. Oktober 2015, 21:12 Uhr

Manchmal öffnet sich das Gremium jedoch, um sich eines bestimmten Themas zu widmen. So am Freitag. Die dunkle Jahreszeit bildete den Grund dafür. Mitglieder des kriminalpräventiven Rats und zertifizierte Handwerker informierten die Bürger an einem Stand auf dem Wochenmarkt über das Thema Einbruchsschutz. Ob Eigenheim oder Wohnung – wenn die Tage kürzer und die Nächte somit länger werden, sind Einbrecher verstärkt unterwegs, um Beute zu machen. Im Schutze der früh hereinbrechenden Dunkelheit suchen sie die schnelle Gelegenheit, um in Gebäude einzudringen, dieses zu durchwühlen und es nach nur wenigen Minuten wieder zu verlassen.

Prävention setzt genau bei dieser Erkenntnis an: Zeit haben Einbrecher nicht. Zeit ist ein Risikofaktor. Daher ist es wichtig, potenziellen Einbrechern deutlich zu signalisieren: Hier wird’s schwer mit dem Einsteigen!

Dann ziehen die Verbrecher zum nächsten Haus, wo vielleicht keine Vorkehrungen getroffen wurden oder die Fahrlässigkeit der Bewohner ihnen Tor und Tür öffnen hilft. Terrassentüren auf Kipp, offene Dachfenster, das sind bequeme Einstiegshilfen für Ganoven. Welche Vorkehrungen es gegen böse Buben gibt, welche mechanischen und elektronischen Sicherungsmöglichkeiten sinnvoll sind, darüber informierten die Experten gestern. Eine Liste über die von der Polizei zertifizierten Fachbetriebe können jetzt in jeder Polizeistation abgefordert werden.

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